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Was ist Schabbat?

Schabbat Schalom

Einführung:

Was heißt Schabbat:
Der
siebte Tag, ein Tag des Aufhörens, des Ruhens 
Woher kommt der Schabbat:
Die Schöpfungsgeschichte erzählt uns, wie Haschem in sechs Tagen die Welt erschuf und am letzten Tag ruhte
 
Bedeutung für Am Israel (Volk Israel):
Als Zeichen des Bundes gab uns Haschem den Schabbat, ihn zu hüten und zu heiligen, als Geschenk am Berg Sinai (Schemot 20:8 und 31:16).
Wir fungieren als Zeugen für Haschem als dem Schöpfer der Welt, indem wir den Schabbat heiligen und hüten.

Philosophie des Schabbat:

Freiheit und das Zurücklassen des Alltags. Vollkommener Wechsel des Lebens. Mehr als das Unterlassen körperlicher Arbeit (siehe Melachot) soll uns der Schabbat eine geistige Erholung und Freiheit bringen. Man ist im Kreis der Familie, was man während der Woche nicht stets ist.
 
 
 
 

Teil 1

Zwei Basisgebote existieren zum Schabbat: Schamor und Sachor
Heute:
candleSachor et jom haschabbat lekadscho.
Mitzwa des Schabbat zu gedenken.

Das bedeutet, es ist unsere Aufgabe am Schabbat Besonderes zu machen, so dass wir uns dadurch des Schabbats erinnern. Das bloße „Schabbat Schalom“ reicht aus, um diese Mitzwa durch ein Minimum zu erfüllen.
Um die Mitzwa jedoch angemessen zu erfüllen, haben uns die Weisen weitere Mitzwot gegeben.

Der Ablauf:

am Erew Schabbat (wohlgemerkt der Vortag des Schabbat)
und Kabbalat Schabbat (Empfang des Schabbat):
Vorbereitung am Erew Schabbat:
Man bereitet sich auf den Schabbat vor, als würde man bald eine Königin empfangen.
Das bedeutet, man gibt sich größtmögliche Mühe dabei und hebt das Beste, das man hat, für den Schabbat auf.

Was muss alles vorbereitet werden?

Man selbst, das Haus, das Essen, die Kleidung. 
Kabbalat Schabbat:
Beginnt mit dem Kerzenzünden. Danach ist jede Melacha (Arbeit, die am Schabbat verboten ist) nicht mehr möglich, da man den Schabbat mit dem Kerzenzünden beginnt.

Wozu zündet man Kerzen?

3 Gründe:
Kawod Schabbat (Ehre des Schabbat)
Oneg Schabbat (Genuss des Schabbat)
Schalom Bait (Hausfrieden)

Wie viele Kerzen zündet man?

Mindestens ein Licht, aber nach der Tradition sind es zwei, wobei „Schamor veSachor“ ein Grund dafür ist.

Wo und wann zündet man?

Dort wo man essen will; etwas bevor Sonnenuntergang („Schkiat“), siehe Kalender, nach „Plag HaMincha“ (Mitte von Mincha), aber nicht früher.

Kiddusch:

Mit dem Kiddusch erfüllen wir endgültig das Gebot von Sachor - daher ist jeder zur Anwesenheit beim Kiddusch verpflichtet.

Wann macht man Kiddusch?

Nach dem Abendgebet, bevor man isst.
Der Kiddusch muss mit Wein oder Traubensaft gemacht werden (Ausnahme: wenn kein Wein da, dann Brot) und dort, wo man sich zur Schabbatmahlzeit, der sogenannten Seudah, niedersetzen will. Das heißt, ohne eine Verbindung zur Mahlzeit gilt der Kiddusch nicht.
Eine Seudah ist eine Mahlzeit, bei der man Brot isst. Deshalb wäscht man die Hände, sobald man Kiddusch gemacht hat, und setzt sich zum Essen, das mit dem Segensspruch über Brot begonnen wird.
Während des Kiddusch war das Brot - es sind zwei ganze Challos - bedeckt. Zum einen decken wir es ab, damit wir es nicht „beschämen“, weil der Segen über den Wein den Vortritt erhält, zum anderen, weil es das mit Tau bedeckte Man der Wüstenwanderung symbolisiert, das ja in doppelter Portion vor Schabbat herabfiel. Deshalb nehmen wir auch zwei Brote.
Traditionen am Tisch:
challaKiddusch: Freitag abend im Stehen, Samstag morgen im Sitzen.
Dwar Tora: Es ist ratsam, einen „Gedanken zur Tora“ für die Mahlzeit zu haben, am besten zum jeweiligen Wochenabschnitt, sodass man diesen mit den Anderen am Tisch teilen kann.
Schalom Alejchem: Das Lied, das man singt, wenn man nach Hause kommt und am Tisch steht. Es werden die Engel begrüßt, die jeden Schabbat mit uns zum Tisch kommen.
Eschet Chajil: (die vollkommene Frau) Eine weitere Schabbathymne, in der die jüdische Frau gepriesen wird. Es hat jedoch noch die Symbolik, dass wir, Am Israel, die „Eschet Chail“ von Haschem sind/sein wollen (ebenfalls vor dem Kiddusch, nach Schalom Alejchem).
Smirot: Man singt Schabbat-Lieder, die Smirot genannt werden. Dichtungen für den Schabbat.

 

Um den Schabbat einhalten zu können, muss man seine Gesetze kennen.

Teil 2
Veschamru Bnej Israel et haSchabbat …
(Schemot 31:16)

Einführung zur Arbeit:

Wenn die Tora davon spricht, dass kein Werk am Schabbat vollbracht werden soll, meint sie nicht, dass es darum geht, nicht müde zu werden. Das Nichtmüdewerden ist höchstens der Nebeneffekt unseres Verzichts auf die Melachot. Melachot (Singular: melacha) sind Arbeiten, die am Schabbat verboten sind. Wohlgemerkt nicht Awoda, die Arbeit an sich.

Beispiel:

 
Während man den ganzen Schabbat schwere Möbel aus dem Keller in den Dachboden und zurück tragen kann ohne den Schabbat zu übertreten, ist das Hinausgehen mit einer eingesteckten Nadel in der Jacke eine Melacha (berühmtes Beispiel in der Mischna).

Konzept:

Das Prinzip der Melacha ist es, dass jegliche „konstruktive“ und „verändernde“ Arbeiten am Schabbat verboten sind. Das bedeutet, so wie Haschem von der Schöpfung geruht hat am siebten Tag, so verzichten wir ebenfalls auf jegliche schöpferische Arbeit und lassen die Welt so wie sie ist. Man arbeitet sechs Tage und ist Herr über die materielle Welt, aber am siebten Tag ruht man und drückt damit aus: es existiert ein größerer Herr über die materielle Welt als ich, und das ist Haschem.

Woher wissen wir, welche Arbeiten wir nicht ausführen dürfen?

Die Werkarbeiten werden aus dem Verbot des Beschäftigens mit dem Bau des Stiftszeltes abgeleitet, die ausdrücklich nicht am Schabbat getätigt werden sollen (Schemot 31:13).
Die 39 Arbeiten (Melachot) beim Errichten des Stiftszeltes (Mischkan):
Säen, Pflügen, Mähen, Garbenbinden, Dreschen, Getreide schwingen, Reinigen der Ernte, Mahlen, Sieben, Kneten, Backen, Scheren, Waschen, Klopfen von Wolle, Färben von Wolle, Spinnen, Weben, zwei Schleifen machen, zwei Fäden flechten, zwei Fäden voneinander trennen, einen Knoten binden, einen Knoten lösen, zwei Stiche nähen, Auftrennen um zwei Stiche zu Nähen, Jagen einer Gazelle oder eines ähnlichen Tieres, Schlachten, die Haut eines Tieres abziehen, die Haut eines Tieres salzen, das Fell eines Tieres trocknen, ein Fell schaben, ein Fell aufschneiden, zwei Buchstaben schreiben, etwas ausradieren um zwei Buchstaben zu schreiben, Bauen, Niederreißen, ein Feuer löschen, ein Feuer entfachen, mit einem Hammer schlagen, irgend etwas von einem Ort zu einem anderen tragen (z.B. aus einem privaten in einen öffentlichen Bereich und umgekehrt)
Frage: Nun gibt es doch mehr verbotene Tätigkeiten als hier erwähnt!?
Es sind:
1) Als Melacha zählen gleichermaßen hier genannte Melachot und alle daraus abgeleiteten Arbeiten:
Aw melacha (Vater Melacha) – Tolda Melacha (Ableitung der Melacha)
(z.B. ausquetschen von Weintrauben und Oliven)
 
2) Rabbinische Bestimmungen über
  • Beschäftigungen des Werktages (um den Unterschied zum Werktag zu betonen; z.B. für den Werktag vorbereiten, planen)
  • Den Melachot ähnliche Aktivitäten (die Art des Ausführens ist ähnlich; z.B. Haare trocknen, ausquetschen)
  • Zaun um die Verbote des Schabbat (aus Sorge der Übertretung)
Ziel: Sie alle dienen dem Schutz und Erhalt des Schabbat-Charakters, als dem Tag, der er für das jüdische Volk sein soll (z.B. keine Musikinstrumente spielen).
Beispiele: (kurzer Anriss)
„Auswählen“ (borer)
Ziel der Melacha: Man möchte das Gute von dem Schlechten trennen.
Das bedeutet, die Toldot sind die Tätigkeiten, in denen man etwas Gewolltes vom Nichtgewollten trennt. Doch das Gesetz ist kompliziert, es gibt Fälle, in denen es erlaubt ist. Zum Beispiel: Beim Essen für den unmittelbaren Verzehr und ohne die dafür vorgesehen Werkzeuge (z.B. mit der Hand)
„Kochen“
Man differenziert unter anderem zwischen flüssigen und festen Lebensmitteln, sowie zwischen gekochten und ungekochten. Zum Beispiel ist das Erhitzen von Wasser nach der Definition als „Kochen“ angesehen, das Aufwärmen schon gekochter Kartoffeln kein „Kochen“. „Gekochtes kann nicht mehr gekocht werden.“

Wichtige Verbote, die vor Probleme stellen:

  • Feuer anzünden und auslöschen
Ideen: Verzichten auf elektrische Geräte, Lichter vorprogrammieren, Timer, im Kühlschrank das Licht abklemmen.
  • Tragen von einem Bereich in einen anderen
Ideen: Man darf Kleidung tragen, so gibt es die allseits anerkannte Methode des Tragens des Schlüssels im „Gürtel“.
  • Kochen/Backen
Drei Mahlzeiten werden am Schabbat gegessen (Mitzwa). Durch die Zubereitung vor Schabbat kann man dafür sorgen, dass man sie nicht mehr zu kochen braucht. Das Aufwärmen kann man mit der sogenannten Schabbatplatte (abgedecktes, nicht zu heißes Feuer) ausführen (Vorsicht: bei flüssigen Gerichten).
Heißes Wasser kann man in einer Thermoskanne vorbereiten.
  • Fahren
Entfernungen müssen zu Fuß zurückgelegt werden.

Arbeiten durch Nichtjuden:

Ein sehr komplexes Kapitel des Schabbat. Im Prinzip dürfen Melachot nicht für einen Juden durch einen Nichtjuden ausgeführt werden. Das bedeutet, man kann jemanden weder direkt noch indirekt auffordern, eine Melacha auszuführen. Tut es der Nichtjude für sich und ohne dass er es für den Juden tun wollte (zum Beispiel Wasser kochen), so darf man davon profitieren. Ausnahmen gibt es in wenigen Fragen.
 

Teil 3:

Unser Ziel ist es daher das Gleichgewicht zwischen Schomer - und Oneg Schabbat so zu gestalten, dass wir Freude am Schabbat haben und dabei dessen Gesetze nicht übertreten. Daraus entwickelt sich der besondere Charakter dieses Tages, der wahrhaft, wie beabsichtigt, sich vom Charakter eines Wochentages unterscheidet und die spirituelle Erholung in den Vordergrund rückt.
Was man am Schabbat so macht:
  • Entspannung und Gelassenheit
  • Langes und gutes Essen
  • Länger schlafen (Mittagsschlaf)
  • Singen der Smirot vom Schabbat
  • Lesen und Lernen: Tora, Talmud, Bücher
  • Spaziergänge
  • Zeit mit der Familie verbringen
  • Sich mit Freunden treffen
  • Schiurim hören
  • Gesellschaftsspiele (diejenigen, die man am Schabbat spielen kann)
  • Nachdenken
  • Spüren, dass man keine Verpflichtung hat, relaxen

Kiddusch, Samstag morgen:

Kiddusch Rabba – Der Große Kiddusch, „Kiddusch der Weisen
Der Schabbat endet nicht nach dem Abendessen am Freitag. Wir tragen den Schabbat weiter. Der Schabbattag ist der Samstag, bei „viel Licht“, eine weitere Bedeutung für den Titel.
Für diesen Kiddusch gelten die gleichen Regeln wie für den Freitagabend, außer dass man bei fehlendem Wein ein Chamar Medina (ein im Land angesehenes Getränk) benutzt, nicht Brot. Eine Seudah wird danach gehalten, zumindest Kuchen (etwas, worauf man die Bracha „mesonot“ sagt) sollte gegessen werden.

Hawdalah:

Der Schabbat endet mit dem Erscheinen dreier Sterne am Himmel, also bei „zet hakochawim“, was auch halachisch Nacht genannt wird. Bevor wir zu den Tätigkeiten des Werktages übergehen, verabschieden wir den Schabbat mit einer besonderen Zeremonie:
Reihenfolge:
Wein – Gewürze – Feuer – Segen über die Unterscheidung von Schabbat und Werktag
Wein – weil wir alle Segen mit Wein sagen
Gewürze - das besondere Gefühl des Schabbat, wir wollen es noch einmal einatmen
Feuer – (mind. zwei Flammen) Zeichen: wir können wieder Melachot verrichten
Segen – Haschem, der Schabbat vom Werktag unterscheidet
Zusatz:
Wenn kein Wein vorhanden ist, nimmt man einen Chamar Medina. Vor der Hawdalah wird nicht gegessen. Sollte man kein Abendgebet gesagt haben, muss man „baruch hamawdil bejn kodesch lechol“ sagen, um Melachot wieder auszuüben
 
Offene Fragen:
Plag hamincha bedeutet Mitte von Mincha, 1¼ Stunden von Mincha ktana (kleine Minchazeit), 1¼ Stunden vor Schkia (Sonnenuntergang). Mincha ist das Nachmittagsgebet.
Dasch = dreschen
Soreah = Sähen
Borer = auswählen, trennen, zwei oder mehr gemischte Sachen
Freitagabend: Wein- dann Tagessegen:
Zu Beginn des achten Kapitels im Traktat Brachot (51b) streiten Bejt Schamai und Bejt Hillel darüber, ob der Segen für den Wein oder für den Tag im Kiddusch vorangehen soll. Die Halachah wird wie üblich wie Bejt Hillel festgelegt, dass der Segen für Wein zuerst kommt. Zwei Gründe werden in der Gemara für diese Meinung angeführt:
1) Der Wein verursacht den Segen über den Tag, da ohne den Wein kein Kiddusch gesagt wird (und wenn er über Brot gesagt wird, steht Brot anstatt Wein), weshalb der Segen über Wein Vortritt bekommt.
2) Der Segen über Wein wird öfter gesagt, und die Regel tritt in Kraft, dass das Häufigere Vorrang hat. Diese Begründung erklärt auch, warum stets der Segen über den Wein zuerst gesagt wird: auch bei Hawdalah, bei der Brit Milah, bei Birkot Ejrusin und Nisu'in unter der Chuppah, u.a.
 
 
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