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Frauen und Schabbatkerzen

schabbatkerzen

Unsere Weisen nennen uns drei Gründe für das Zünden der Schabbatkerzen. Erstens für Frieden und Harmonie zuhause, zweitens um den Schabbat zu ehren und drittens zum Wohlgefallen. Wie sind die Schabbatkerzen mit Frieden und Harmonie verbunden und warum ist es eine Mitzwa für Frauen, sie anzuzünden?

Man muss sich nur vergegenwärtigen, wie sehr wir alle auf Licht angewiesen sind – sowohl sichtbares Licht als auch spirituelles Licht – und man wird besser verstehen, wie wichtig die Rolle der jüdischen Frau in dieser Hinsicht ist. Licht erlaubt uns zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktion. Es ermöglicht uns, miteinander gebührlich umzugehen. In gewissem Sinne löscht Dunkelheit die Unterschiede zwischen Menschen aus, während  Licht eine Trennung der Objekte bewirkt, die Grenzen klar beleuchtet und die Individualität hervorstechen lässt. Gleichzeitig bringt Licht Dinge zusammen, indem es eine Wahrnehmung von Einheit und gemeinsamem Raum gewährt. Dunkelheit hingegen wird oft mit Chaos verbunden.

Licht schafft physische Klarheit und spirituelle Harmonie. In einem Raum ohne Licht stolpern wir über Dinge, die im Licht betrachtet nicht nur keine Hindernisse sind, sondern Dinge, die unser Leben leichter und bequemer machen. Dies gilt auch für Menschen. Wenn es Licht zwischen Menschen gibt, bereichern wir die Erfahrungen des Anderen. Wenn zwei Menschen Dinge auf dieselbe Weise betrachten, sich in den Anderen hinein fühlen oder dieselben Werte teilen, sagt man, dass sie die Dinge in demselben Licht betrachten. Diese Betrachtungsweise wird zur Basis von Frieden und Harmonie in ihrer Beziehung. Es sind diese Eigenschaften, die eine Frau am Freitagabend erbittet, wenn sie die Kerzen zündet und in ihr Haus ein Gefühl von fast greifbarem Frieden und Ruhe einbringt.

Unsere Weisen sagen uns, dass die Augenblicke des Zündens der Schabbatkerzen eine Zeit der Teschuwa ist, eine Rückkehr zu unserer spirituellen Quelle. Mit den Flammen vor uns, die Augen mit unseren Händen bedeckend und uns nach innen konzentrierend, sinnen wir über die Ereignisse der vergangenen Woche nach, was gut und weniger gut war und ob wir in der richtigen Richtung auf unserem Lebensweg gehen. Wir fragen uns, ob wir auf einem Pfad sind, der von der Wahrheit beleuchtet wird, oder ob wir noch im Dunkeln sind. Die Tora selbst wird mit Licht verglichen, weil sie die endgültige Quelle für Weisung und Klarheit ist. Daher verbinden uns die Schabbatkerzen eng mit der Tora. Wenn eine jüdische Frau am Freitagabend Kerzen zündet, bringt sie sich in eine Linie mit der ewigen Ordnung und Harmonie der Tora. Aus dieser elementaren Verbindung erhält sie die Fähigkeit, dieselbe Klarheit in ihre Umgebung zu bringen.

In der Atmosphäre, die wir durch unsere Kerzen geschaffen haben, können wir über die uns als Juden gemeinsamen Ziele meditieren und die Ruhe von Frieden und Harmonie, die dem Schabbat zu eigen ist, erfahren. Indem wir die Tätigkeiten eines Wochentages unterlassen und G“tt ins Bild bringen, erkennen wir an, dass wir als Juden einen Glauben und eine der Tora gemäße Lebensführung miteinander teilen, die die Grundlage unserer Identität als Volk bilden. Wir sehen andere Menschen, die gemeinsame Geschäftsinteressen oder Hobbys miteinander teilen, aber diese Verbindung basiert nur auf einem gemeinsamen Interesse statt auf zeitlosen Werten. Jedes Mal, wenn die jüdische Frau die Schabbatkerzen anzündet, bringt sie die essentielle Zusammengehörigkeit des jüdischen Volkes voran.

Als Überbringerin des Lichts ziehen wir Frauen die spirituelle Klarheit des Schabbats von oben herab und verteilen sie auf die gesamte kommende Woche. Das Kerzenlicht am Schabbat drückt den in der individuellen und kollektiven jüdischen Seele innewohnenden Frieden aus. Es ist kein Wunder, dass es die Aufgabe der Frau ist, die Kerzen anzuzünden, denn sie ist es, die in ihrem Haus Einigkeit und Frieden schafft. Wenn wir Adam betrachten, als er noch allein war, sehen wir, dass er keinen Sinn für ein gemeinsames Ziel oder eine kollektive Zielstrebigkeit hatte, denn schließlich gab es ja keinen Menschen außer ihm. Mit der Erschaffung von Chawa und ihrer Heirat mit Adam schuf G“tt auch die Herausforderung, menschliche Beziehungen zu meistern. Der Ansatz, dass Adam und Chawa dank ihrer Verbindung zu G“tt vereint sein sollen, bleibt die Grundlage für Frieden nicht nur in einer jüdischen Ehe, sondern auch als Teil einer größeren, ewigen Einheit – dem jüdischen Volk. Wenn eine Frau Schabbatkerzen anzündet, erkennt sie an, dass Frauen seit Chawa die Mittler von Einheit und die Beschwörer des Friedens gewesen sind – verbunden mit G“tt durch die wöchentlichen Flammen, die sie entzünden.

 
 
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