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Tefillin
 
1. Was sind Tefillin?
2. Wieso legen wir Tefillin? Was ist ihre Bedeutung?
3. Was genau ist in den Tefillin drin?
4. Wie lege ich Tefillin richtig?
 
 
 
 
 
 
 

1. Was Tefillin sind und wie sie aussehen, entnimmt man am besten einem Bild

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2. (a) Das Gebot die Tefillin, die Gebetskapseln, anzulegen entnehmen wir der folgenden Stelle aus der Tora:

"Höre Jisrael, G“tt unser G“tt, ist G“tt der einzig Eine!

Gesegnet sei der Name der Herrlichkeit Seines Reiches zu der bestimmten verhüllten Zukunft.

Und liebe G“tt, deinen G“tt, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Vermögen. Es seien diese Worte, die Ich dir heute gebiete, dir auf deinem Herzen und schärfe sie deinen Söhnen ein und sprich von ihnen, wenn du in deinem Haus sitzest und wenn du auf dem Weg wanderst, wenn du liegst und wenn du aufstehst; und binde sie zum Zeichen an deine Hand und sie seien zum Kopfschmuck zwischen deinen Augen und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore."
(Dvarim 6;5-9)
(Übersetzung nach Hirsch Siddur)
Diese Mitzwa ist also von der Tora vorgeschrieben und hat höchste Priorität.
Die Frage ist natürlich, wie man von dieser sehr knappen und wenig detaillierten Beschreibung auf die schöne Form und Gestalt der oben dargestellten Tefillin schließt. Hier ist zu erwähnen, dass für uns Juden die Tora eigentlich aus zwei Teilen besteht, die so die Tora zu einem Ganzen werden lassen:
Die schriftliche und die mündliche Tora
Beide wurden Mosche am Berge Sinai überliefert. Die ursprüngliche Quelle für die Tefillin befindet sich in der schriftlichen Tora, die Beschreibung der Form (Größe, Farbe etc.) jedoch findet man in der mündlichen Tora (Talmud).

2. (b) Die Tefillin haben eine sehr wichtige Bedeutung.

„Ein Grundgedanke der Mitzwa ist, dass der Mensch, da er aus Materie beschaffen ist, unumgänglich von Gelüsten angezogen wird; denn es liegt im Wesen der Materie, alles für sie befriedigende und angenehme zu verlangen...gäbe es nicht die Seele, mit der uns G“tt begnadet hat, die uns nach ihren Möglichkeiten von der Sünde abhält. Nachdem sie im Bereich des Körpers weilt, nämlich auf der Erde, und weit von ihrem eigenen Gebiet – dem Himmel – entfernt ist, kann die Seele die Materie nicht besiegen, und ihre Kraft überwältigt sie ständig. Daher muss sie immer über zahlreiche Wächter verfügen, die sie vor ihrer bösen Nachbarin schützen, damit diese nicht gegen sie aufstehe und sie töte, da sie sich in ihrem Bereich und unter ihrer Macht befindet.  
Der allgegenwärtige G“tt wollte uns, das heilige Volk, verdienstvoll machen und befahl uns, mächtige Wachen um die Seele zu postieren. Darum wurde uns befohlen, damit die Worte der Tora Tag und Nacht nicht aus unserem Mund weichen sollen, vier Schaufäden (Tzitzit) an den vier Ecken unseres Gewandes anzubringen (Mitzwa 386), eine Mesusa an unseren Eingängen (Mitzwa 423) und Tefillin an unseren Armen und Köpfen zu befestigen. All dies, um uns daran zu erinnern, vom Unrecht unserer Hände abzulassen und nicht nach unseren Augen und nach dem Trieb unseres Herzens zu schweifen.“
(Sefer Hachinuch, Mitzwa 421)
Wir legen also die Tefillin an die Hand und an unseren Kopf, um uns ständig daran zu erinnern, klare Gedanken (Kopf) zu haben und gute Taten (Hand) zu vollbringen!

3. Was ist denn drin in diesen schwarzen Kästchen?

In dem Handtefillin und in dem Kopftefillin befinden sich vier Abschnitte aus der Tora, die auf kleine Pergamentrollen geschrieben sind, aufgerollt in die vier Batim, Abteile, in die Tefillin gelegt worden sind.
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4. Wie legt man die Tefillin richtig? Hier kann uns eine kleine Anleitung helfen.

Der Handtefillin wird am Oberarm, am Bizeps in Höhe des Herzens platziert. Rechtshänder legen den Tefillin an den linken Arm, Linkshänder an den rechten Arm. Zwischen den Brachot und den einzelnen Schritten spricht man nicht und unterbricht nicht durch andere Handlungen.
Man sei auf das Tefillinlegen voll konzentriert!
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1. 2.
Hier sagt man folgende Bracha (Segenspruch):

„Baruch ata Ado-naj elo-hejnu melech haOlam ascher kidschanu bemitzwotaw wetziwanu lehaniach tefillin.“

Gelobt seist Du, Ewiger unser G“tt, der uns mit seinen Geboten geheiligt hat und uns geboten hat, die Tefillin anzulegen.
Und setzt mit Schritt drei vor, das Aufwickeln der Riemen um den Unterarm.
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3. Man wickelt den Strang siebenmal um den Unterarm bis zur Hand und den übrigen Riemen um die Handfläche. Dann folgt Schritt vier.
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4. Man legt den Kopftefillin auf den Haarwuchsansatz über der Stirn. Bevor man diesen fest macht, sagt man die folgende Bracha:

„Baruch ata Ado-naj elo-hejnu melech haOlam ascher kidschanu bemitzwotaw wetziwanu al mitzwat tefillin.

Baruch schem kwod malchuto leolam wa‘ed.“

Gelobt seiest Du, Ewiger unser G“tt, der uns mit seinen Geboten geheiligt hat und uns die Mitzwa der Tefillin auferlegt hat.
Gesegnet sei der Name der Herrlichkeit Seines Reiches zu der bestimmten verhüllten Zukunft.
Jetzt macht man den Kopftefillin fest. Man muss aufpassen, dass der Tefillin nicht zu tief vorne auf der Stirn sitzt.
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5. Man lässt die zwei Lederriemen des Kopftefillin gerade nach vorne auf den Oberkörper fallen.
6. Jetzt wickelt man den Riemen der Handtefillin folgendermaßen um die Hand:
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Dabei sagt man folgenden Satz:

„We'erastich li leolam, we'erastich li betzedek uwemischpat uwechesed uwerachamim, we'erastich li be'emuna, we'jadat et Ado'naj.“

Ich werde Mir dich betrauen für immer, ich werde Mir dich betrauen mit Rechtschaffenheit, Gerechtigkeit, Güte und Barmherzigkeit, ich werde Mir dich betrauen in Treue, und du sollst kennen Haschem.
Damit ist es geschafft und die Tefillin sind gelegt!
Das Gebot der Tefillin kann nur am Tag erfüllt werden, idealerweise zum Morgengebet. Am Schabbat und Feiertagen werden keine Tefillin gelegt. Zum Tefillinlegen sind Männer ab 13 Jahren verpflichtet.
 
 
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