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Schawuot
 

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"Du sollst das Wochenfest feiern, das Fest der Erstlingsfrüchte von der Weizenernte, und das Fest der Lese an der Jahreswende.”
 
 
 
 
 
Schawuot - woher kommt der Name eigentlich?
Dieses Fest, das außerhalb Israels zwei Tage lang gefeiert wird, beginnt am 6. Siwan und hat sogar vier Namen:
  • Wochenfest (denn wir zählen davor sieben Wochen den Omer )
  • Fest der Erstlingsfrüchte (da wir, als der Tempel noch stand, an diesem Tag nach Jerusalem zogen und dort die ersten Früchte des Jahres darbrachten)
  • Azeret (“Versammlung” als Hinweis darauf, dass dieser Tag durch die sieben Wochen der Omerzählung mit Pessach verbunden ist)
  • Fest der Gesetzgebung (an diesem Tag wurde uns das Gesetz der Tora gegeben)

Die meisten von uns benutzen sicherlich den Namen “Schawuot”, Wochenfest. Zur Zeit des Tempels war dieser Tag ein großes Ereignis, denn er gehört zu den drei Wallfahrtsfesten (die beiden anderen sind Pessach und Sukkot), an denen das ganze Volk zum Tempel pilgerte. An Schawuot wurden dort die Erstlingsfrüchte der sieben Arten Israels, also Weizen, Gerste, Weintrauben, Feigen, Granatäpfel, Oliven und Datteln dargebracht. Die Pilger übergaben diese Früchte den Priestern und hörten anschließend den Erklärungen zur Tora zu, die mit dem Dank “Und jetzt habe ich dir die ersten Früchte meines Bodens gebracht, die du mir gegeben hast, Herr” (Dewarim 26:10) endete.
Warum bleiben wir die ganze Nacht wach und lernen?
Schon am Neumond von Siwan wurde dem Volk Israel mitgeteilt, wann ihm die Torah voraussichtlich gegeben würde, und sie bereiteten sich drei Tage darauf vor. Den entscheidenden Moment verschliefen sie jedoch, und Mosche musste sie aufwecken. Um dies wenigstens symbolisch wiedergutzumachen, lernen wir die ganze Nacht hindurch - sowohl Tora wie Talmud, da beide ja für uns miteinander verbunden sind. Diese Wache wird als “Tikun”, als Wiedergutmachung, bezeichnet. Oftmals wird auch gesungen und getanzt. 
Was hat das Buch Ruth mit Schawuot zu tun?
Bevor die Toralesung beginnt, werden die vier Kapitel des Buches Ruth vorgelesen. Bei den Aschkenasim (den Juden, die aus Deutschland und Osteuropa stammen) wird es sogar aus einer Schriftrolle vorgelesen und es wird zu Anfang eine Bracha (Segensspruch) gesagt. Das hat mehrere Gründe. Zum einen wurde König David an diesem Tag geboren und starb auch an ihm. Aus dem Buch Ruth erfahren wir, wie sie und Boas zusammenkamen, aus deren Ehe Obed hervorging - der Vater von Davids Vater Isai. Aus diesem Haus soll auch der Maschiach kommen.
Die Hingabe, mit der Ruth G-tt diente, und ihr Charakter stehen für das Bild des idealen Konvertiten. Ohne irgendwelche äußeren Motive entschloss sie sich, Jüdin zu werden, und folgte diesem Weg bedingungslos: “Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein G-tt ist mein G-tt”. (Buch Ruth, 1:16) Genau wie sie ist das ganze jüdische Volk an diesem Tag zum Judentum “übergetreten”: es wuchs im fernen Ägypten mit einer ganz anderen Kultur auf. Dennoch wählte es den Weg mit G-tt. So steht Ruth symbolisch für das ganze jüdische Volk. Darauf weist auch ihr Name hin: Ruth hat den Wert von 606. Fügt man dieser Zahl die Gebote zu, die auch ein Nichtjude halten muss, so erhält man die Zahl 613 - die Anzahl der Gebote.
Warum essen wir Käsekuchen an Schawuot?
Auch dafür gibt es mehrere Gründe. Die Tora wird im Hohelied Salomons mit Milch und Honig verglichen - so essen wir diese Nahrungsmittel symbolisch. Das hebräische Wort für Milch, Chalaw, hat in der Gematria den Zahlenwert vierzig. Es erinnert an die vierzig Tage und Nächte, die Mosche am Berg Sinai verbrachte, bis er die Tora erhielt. Es gibt aber auch ganz praktische Gründe: Bis zum 6. Siwan hatten wir ja noch keine Kaschrutgesetze erhalten. Nun war klar, dass alle Gefäße treif (ungeeignet) waren, da sie ja für Milch und Fleisch benutzt worden waren. So mussten sie auf Milchspeisen, Obst und Gemüse ausweichen, die nicht gekocht werden mussten.
Wie kann ich Schawuot feiern, auch wenn ich nicht in die Synagoge kann?
Du kannst Freunde zu dir nach Hause einladen und den Tisch mit vielen Blumen dekorieren - ein weitverbreiteter Brauch an Schawuot. Stellt euch einige Themen zusammen, die Ihr lernen wollt, und geht sie gemeinsam durch, oder lest das Buch Ruth zusammen. Ihr könnt eine richtige kleine Party daraus machen und bei einem von Euch übernachten. Besonders gern kommen alle natürlich, wenn es viel (koscheren) Käsekuchen gibt!
 
 
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