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Vier Mitzwot zu Purim

Purim - Was macht man da eigentlich?

 

 

Wir alle kennen den Witz über die Essenz der jüdischen Feiertage: „Sie wollten uns vernichten - sie haben es nicht geschafft - lasst uns essen!" Es bedarf keiner herausragenden intellektuellen Leistung, um zu vermuten, dass vielleicht doch etwas mehr dahinter steckt. (Zumindest weiß man, dass es gerade an Purim auch um das Trinken geht!) Deswegen gehen wir heute mal den besonderen Geboten von Purim auf den Grund.

 

Es gibt vier Mitzwot an Purim: das Lesen von Megillat Esther (der Estherrolle), das Verteilen von Geschenken an die Armen, das Senden von Essensgeschenken an Freunde und Bekannte, und schließlich das Gebot, zu feiern und sich zu freuen.

 

Wie jeder jüdische Feiertag, beginnt Purim am Vorabend. So lesen wir die Estherrolle zweimal, am Abend und am Morgen, in der Synagoge aus einer koscheren Rolle.

 

Der Brauch ist, bei der Erwähnung von Hamans Namen laute Geräusche zu machen, zum Beispiel mit den Füßen oder Ratschen. Dieser Brauch basiert auf dem Gebot, die Erinnerung an Amalek (das Volk, das uns vernichten wollte und von dem Haman abstammte) auszulöschen. Ursprünglich haben Kinder Hamans Namen auf einen Stein oder ein Stück Holz geschrieben oder sein Bild darauf gemalt, und wenn sie dann mehrere Steine oder Hölzer gegeneinander geschlagen haben, wurde der Name oder das Bild dabei gelöscht.

 

Purim ist ein Feiertag von sehr großer Freude - schließlich wurde das jüdische Volk vor der Vernichtung gerettet! - und wir vergrößern unsere Freude, indem wir sie teilen. So ist es eine Mitzwa an Purim, Geschenke von Geld oder Essen an mindestens zwei arme Leute zu geben (Matanot le'Evyonim), wobei der Mindestumfang des Geschenkes die Menge Essen ist, die bei einer normalen Mahlzeit gegessen wird, oder ihr Gegenwert, wenn man Geld gibt. Da die meisten von uns nicht so viele bettelarme Menschen persönlich kennen, kann man das Geld an den Rabbiner seines Vertrauens geben, damit dieser es dann an arme Menschen weitergibt.

 

Aber wir geben nicht nur „Almosen" an Purim - dieser Tag ist vor allem dazu da, den Zusammenhalt und die Freundschaft zwischen Juden zu stärken, und so schicken wir Geschenke von Essen an unsere Freunde und Bekannten - jedes Paket sollte zwei verschiedene Lebensmittel erhalten, die gleich essbar sein sollen (also keine rohen Nudeln), und obwohl man mindestens ein Paket schicken muss, sind mehr natürlich immer gut.

 

Und schließlich ist es sehr wichtig an Purim, zu feiern. Die meisten von uns wissen, wie das geht: man lädt Freunde ein, bereitet gutes Essen zu, sorgt für Alkohol und macht eine Party. Es ist für Männer eine Mitzwa an Purim, so viel zu trinken, dass sie nicht mehr zwischen "Arur Haman" („Verflucht sei Haman") und „Baruch Mordechai" („Gesegnet sei Mordechai") unterscheiden können. Es ist ein Brauch, Hamantaschen zu essen (dreieckige Teilchen aus Teig, die verschiedene Füllungen haben können - traditionell ist Mohn), und Brot und Fleisch zu dieser Mahlzeit zu essen.

 

Wie man auch am Abend von Purim eine bessere Mahlzeit als gewöhnlich essen sollte, findet die Hauptparty am Tag von Purim statt (und kann sich natürlich bis in den Abend ziehen).

 

Die Hauptsache ist jedoch das gemeinsame Feiern - also ruhig schon anfangen mit der Partyplanung - und ein fröhliches Purim!

 
 
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