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Die Geschichte von Chanukka

Was geschah …
(und warum man Kerzen zündet)

 
hanukkia
Zu Zeiten des zweiten Tempels herrschten die Griechen über Israel und erließen viele Dekrete, um den Juden das religiöse Leben schwer zu machen.
Es war verboten, Tora zu lernen oder Mitzwot (Gebote) auszuführen. Sie brachen sogar ins Heiligtum des Tempels ein und verunreinigten alles, was sich ihnen in den Weg stellte, ohne auf irgendetwas Rücksicht zu nehmen.
Es war eine Zeit des Leidens und großer Trauer für das jüdische Volk bis Haschem sein Volk aus der Hand der Bedränger befreite.
Er verlieh den Chaschmonäern Kraft, einer Familie von Priestern, die zwar gering an der Zahl waren und so gut wie keine Waffen besaßen, trotz allem aber die starken und mächtigen Soldaten der griechischen Armee aus Israel verdrängten und ein blühendes, mächtiges und vor allem ein toratreues Israel unter eigener Führung etablieren konnten.
Diesen Sieg erlangten sie am 25. des Monats Kislew. Das daran erinnernde Fest wird Chanukka genannt (andere Erklärungen nicht ausgeschlossen), was vom Hebräischen abgeleitet bedeutet: „als sie ruhten (chanu) am 25. (ka - כה).“
Doch als sie den Tempel betraten, fanden sie alles zerstört und entheiligt vor, außer einem kleinen, ungeöffneten Krug mit Öl, der das Siegel des Hohepriesters trug.
Diese Menge Öl sollte eigentlich nur für einen Tag ausreichen - doch es brannte auf wundersame Weise ganze acht Tage, bis wieder neues Öl gepresst werden konnte.
Deshalb bestimmten die Weisen diese acht Tage für die künftigen Generationen als Tage der Freude und des Lobes für die Wunder, die Haschem seinem Volk erwiesen hatte - den unerwarteten Sieg der jüdischen Armee über die Griechen und das Öl, das acht Tage lang brannte (Schulchan Aruch).
 
 
Die Halachot von Chanukka: das Zünden der Kerzen
 
Wer zündet?
Zum Zünden sind alle Erwachsenen verpflichtet. Vorzugsweise werden die Kerzen, anders als die Schabbatkerzen, vom Mann der Familie gezündet.
 
Was zündet man an?
Man zündet jeden Tag Kerzen/Öl in der so genannten Chanukkia an (Unterschied zur Menora: acht- statt siebenarmiger Leuchter), in aufsteigender (hinzufügend) Reihenfolge.
Man kann Kerzen benutzen, wenn aber die Möglichkeit besteht, ist es eine besondere Mitzwa (Gebot) Olivenöl zu benutzen (man kann zum Beispiel das Öl in kleine Glasbehälter füllen und Watte als Docht nehmen).
 
Wo zündet man an?
Es gibt ein besonderes Gebot, das Chanukkawunder zu verbreiten und es bekannt zu machen (Pirsumej Nissa), deshalb sollte man die Chanukkalichter an einen Ort stellen, von wo die Lichter auch von Anderen gesehen werden können.
Da man aber heute unter Nichtjuden lebt, ist es gebräuchlich die Lichter im Hause gegenüber der Eingangstür, am besten gegenüber der Mesusa aufzustellen.
Auch kann man, wenn es möglich ist, die Lichter am Fensterbrett aufstellen, damit die vorübergehenden Leute die Lichter sehen und das Wunder verbreitet wird.
 
Wann zündet man an?
Die Zeit des Anzündens ist beim Hervortreten der Sterne und man sollte versuchen, nicht später anzuzünden. Wenn man es jedoch aus entschuldbaren Gründen nicht zu diesem Zeitpunkt schafft, dann ist es gestattet, auch später anzuzünden.
Die Kerzen bzw. das Öl sollten mindestens eine halbe Stunde brennen.
 
Wie viele Kerzen und wie zündet man an?
Jeden Tag zündet man ein Licht mehr an, das heißt am ersten Tag zündet man eine Kerze an, am zweiten Tag zwei Kerzen, am dritten Tag drei Kerzen usw. bis dann am achten Tag acht Kerzen brennen (den Schamasch nicht mitgezählt).
Die Lichter (außer der Kerze, mit der man die anderen anzündet, die höher als die anderen platziert wird, auch Schamasch genannt) sollten auf einer Ebene liegen, das heißt keine Kerze sollte höher oder tiefer als die andere sein.
Am ersten Abend zündet man das von sich aus ganz rechts befindliche Licht. In den darauffolgenden Nächten fügt man Kerzen von links nach rechts hinzu (z.B. dritter Abend: drei Kerzen, von rechts gezählt), wobei das Anzünden selbst von links nach rechts verläuft.(also das zuletzt aufgestellte Licht als erstes!).
Man zündet mit einer Kerze an, dem Schamasch (praktischerweise: „Diener“), die nicht zu den Channukkalichtern gezählt wird (die 9. Kerze sozusagen), denn es ist nicht erlaubt, irgendwelche Nutznießung von den brennenden Kerzen und deren Licht zu haben, außer der Freude beim Betrachten. Aus diesem Grund sollte man auch die Lichter nicht als Beleuchtung bzw. Lichtquelle nutzen.
Zum Mitrechnen: damit sind es (1+2+3+4+5+6+7+8) = 36 Kerzen plus acht mal der Schamasch, also ein Set von 44 Kerzen für Chanukka, das man braucht.
 
Welche Segenssprüche werden gesagt?
Am ersten Abend: alle drei Brachot (Segenssprüche); ab dem zweiten Abend: nur die ersten beiden Brachot. 
1) Man zündet den Schamasch an.
2) Man spreche:
  •  Baruch Ata Adonaj Elohejnu Melech Ha'olam, Ascher Kidschanu Bemitzwotaw Wetziwanu Lehadlik Ner Schel Chanukka. (Amen)
  •  Baruch Ata Adonaj Elohejnu Melech Ha'olam, Scheassa Nissim Laawotejnu, Bajamim Hahem Basman Hase. (Amen)
  •  Baruch Ata Adonaj Elohejnu Melech Ha'olam, Schehechejanu, Wekijemanu Wehigianu Lasman Hase. (Amen) (nur am ersten Abend)
 
3) Man zündet die Lichter von links nach rechts mit dem Schamasch an.
4) Währenddessen singt man:
Hanerot halalu anachnu madlikin
Al hanissim ve'al haniflaot
Al hatschu-ot ve'al hamilchamot
Sche-assita la'awotejnu
Bajamim hahem, basman hase
Al jedej kohanecha hakdoschim. Vechol schmonat jemej Chanukka
Hanerot halalu kodesch hem,
Ve-ejn lanu reschut lehischtamesh bahem
Ela lirotam bilwad
Kedaj lehodot leschimcha
Al nissecha ve'al nifleotecha ve'al yeschuotecha
 
 5) Hat man gezündet, singt man traditionellerweise „Maos Zur“, die „Hymne“ von Chanukka.
 
Besonderes:
 
latkesAm Schabbat zündet man zuerst die Chanukkalichter und erst dann die Schabbatlichter an.
Dabei ist darauf zu achten, dass die Kerzen bzw. das Öl lange genug brennen, so dass sie mindestens eine halbe Stunde nach dem Hervortreten der Sterne noch brennen, da am Schabbat die Chanukkakerzen vor dem Untergehen der Sonne angezündet werden; damit müssen Chanukkalichter länger brennen als gewöhnlich in der Woche.

Am Schabbatausgang macht man zuerst die „Hawdala“ und erst danach zündet man die Chanukkalichter.
 
 
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