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Online Bet Midrasch

Ask The Rabbi
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1292436549.png Allgemeine Fragen zum Judentum
Hier werden allgemeine Fragen und Antworten zum Judentum gepostet, die schwer in eine Kategorie einzuordnen sind.
  • Warum bewegt sich ein Jude hin und her?

    Mittwoch, 16. März 2011

    Wenn ich die Frage richtig verstehe, meinen Sie, warum wir uns beim Beten hin und her bewegen. König David schreibt in den Psalmen (35:10): „Mit all meinen Knochen habe ich G“tt gepriesen.“ Das ist die erste Quelle, dass wir uns beim Beten überhaupt so bewegen. Aber der Hintergrund ist noch besser verständlich. Wir wissen, dass wir beim Beten eine unglaubliche Konzentration brauchen. Leider sind unsere Gedanken so verwirrend, dass man sehr schnell den Faden verliert und plötzlich nicht mehr mit den richtigen Gedanken dabei ist. Ein sehr effizienter und leichter Weg dagegen ist es, wenn man sich mit etwas Körperlichem befasst. Sobald sich der Körper bewegt, ist die ganze Andacht leichter zu bewältigen.

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  • Darf man Insekten töten?

    Montag, 27. Dezember 2010

    Man darf potentiell gefährliche und lästige Insekten töten. Es gibt eine Tradition, harmlose Spinnen nicht zu töten, sondern zu fangen und z.B. aus dem Fenster zu werfen, um damit sozusagen die Dankbarkeit auszudrücken, dass Spinnen das Leben von König David gerettet haben.

    Als König David vor seinen Feinden in eine Höhle floh, spann eine Spinne ihr Netz über den Eingang der Höhle. Da es den Feinden unlogisch erschien, dass irgendjemand diese Höhle betreten haben konnte, ohne das Netz zu zerstören, ließen sie diese Höhle bei ihrer Suche nach König David aus.

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  • Warum lädt man nicht zu einer Brit ein?

    Montag, 27. Dezember 2010

    Man lädt normalerweise nicht zu einer Brit ein, sondern verkündet vielmehr den Ort und den Zeitpunkt der Brit. Da Eljahu HaNavi bei jeder Brit anwesend ist, soll vermieden werden, dass der Eindruck entstehe, diejenigen, die die Einladung nicht wahrnehmen können, würden den Propheten geringschätzen.

    Dem Rama zufolge wird jemand, der zu einer Brit eingeladen wird, jedoch nicht erscheint, "vom Himmel gebannt". Da wir jedem Juden dieses Urteil ersparen wollen, laden wir niemanden ein. Wer den Ort und die Zeit weiß, ist auch ohne Einladung willkommen.

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  • Gibt es irgendwelche Bedingungen für das Sagen von Segensprüchen?

    Sonntag, 12. Dezember 2010

    Ja. Zum Ersten darf man einen Segen nur in Gegenwart anderer Personen sprechen, wenn diese angemessen bekleidet sind. D.h. im Falle eines Mannes genügt es, wenn seine privaten Teile bedeckt sind. Bei einer Frau müssen zusätzlich zu den privaten Teilen, auch die Arme ab dem Ellbogen, die Beine ab den Knien und alles unter dem Halsknöcheln bedeckt sein, plus bei einer verheirateten Frau das Haar. Außerdem darf ein Mann keinen Segen sagen, wenn er eine Frau singen hört.

    Zum Zweiten muss die Person, welche den Segen sagt, ebenfalls angemessen bekleidet sein. D.h. man sollte vorzugsweise voll bekleidet sein.

    Zum Dritten muss der Kopf der Person, welche den Segen spricht (d.h. Mann, Junge oder verheiratete Frau) bedeckt sein. Es reicht nicht aus, einfach seine Hand auf den Kopf zu legen. Im Falle, man hat keine andere Kopfbedeckung griffbereit, kann ein Mann seinen Kopf auch mit seinem Ärmel bedecken.

    Zum Vierten darf man keinen Segen an einem Ort sagen, an dem es faul riecht oder an dem Abfallprodukte, wie z.B. dreckige Windeln vorhanden sind.

    Außerdem sollte man beim Sagen von Segen darauf achten, den Mund frei zu haben (d.h. ohne Essenstücken), saubere Hände zu haben (sowohl sauber von Schmutz, als auch rituell sauber) und keinen Drang zu verspüren, zur Toilette gehen müssen.

    Im Vollrausch, d.h. in einem Zustand, in dem man nicht über seine Zunge herrscht, sollte man ebenfalls keine Segen sprechen.

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  • Wozu das Händewaschen vor dem Brotessen?

    Sonntag, 12. Dezember 2010

    Es gibt ein Thoragebot, welches uns aufträgt, einen bestimmten Teil unserer Weizen-, Wein- und Olivenernte abzutrennen und als "Truma" ("Teil") dem Kohen zu geben.

    Die Truma muss rituell rein bleiben und der Kohen darf sie nur in einem Zustand ritueller Reinheit verzehren. Da man im Laufe des Tages mit den verschiedensten, nicht immer reinen Dingen in Berührung kommt, muss sich der Kohen vor dem Verzehr der Truma seine Hände waschen.

    Dieses Gebot gilt nur für Brot, da Olivenöl und Wein normalerweise nicht direkt angefasst werden.

    Um uns auf die Zeit vorzubereiten, wenn der Moschiach kommt, der Tempeldienst weitergeführt wird und die Kohanim wieder ihre traditionellen Aufgaben erfüllen, haben unsere Weisen das Händewaschen vor dem Brotessen eingeführt.

    Und um das ganze Volk in diese Vorbereitung mit einzubeziehen und dieses Gebot nicht in Vergessenheit zu bringen, haben die Weisen das rituelle Händewaschen allen Juden, Kohanim und Israeliten gleichermaßen, aufgetragen.

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  • Ich bin Vegetarier und habe ein ethisches Problem mit dem Schlachten und Essen von Tieren. Selbst wenn Tiere geschächtet, d.h. auf die humanste Weise geschlachtet werden, sehe ich darin einen Widerspruch zu dem Verbot, welches Tierquälerei verbietet.

    Sonntag, 12. Dezember 2010

    Außerdem kann ich nicht verstehen, wie Tiere geschächtet werden wollen, um z.B. auf dem Schabbattisch serviert zu werden.

    Antwort:

    Deine Feinfühligkeit und Deinen Gerechtigkeitssinn kann man nicht genug loben und falls die Welt von unserem eigenen Verständnis gelenkt werden würde, könnte ich Dir nur zustimmen.

    Als Jude glaube ich jedoch daran, dass die Welt vom Schöpfer der Welt und Seiner Thora gelenkt wird.

    Die Thora weiß Vieles, was ich nicht weiß und ich muss das einfach akzeptieren. So glaube ich z.B. nicht, dass ein acht Tage altes Baby unbedingt beschnitten werden möchte. Aber auf der anderen Seite: was verstehe ich schon vom Wille und der Seele eines Neugeborenen? G-tt hat mir aufgetragen, meinen Sohn zu beschneiden und deshalb mache ich das mit Freude.

    Ebenso stammt die "Freude" eines Tieres aus der Thora. Die Menschen haben eine G-ttliche Erlaubnis dafür bekommen, Fleisch zu essen. Wir können uns sicher sein, dass der Schöpfer der Welt, welcher die Tiere erschaffen und den Menschen verboten hat, die Tiere zu quälen, uns nicht "aus Versehen" erlaubt hat, Fleisch zu essen.

    Jeder Mensch kann sich natürlich selbst dafür entscheiden, vegetarisch zu leben. Man darf jedoch subjektive Gefühle nicht mit der Weisheit der Thora verwechseln und muss anerkennen, dass der Allbarmherzige G-tt den Verzehr von Fleisch erlaubt hat.

    Zum Thema Tierquälerei muss natürlich gesagt werden, dass alles dafür getan werden muss, diese zu stoppen. Derselbe G-tt, der uns erlaubt, Fleisch zu verzehren, befahl uns, Tieren kein unnötiges Leiden zuzufügen. D.h. es ist unsere Aufgabe, Tiere selbst vor dem Schächten auf humane Weise zu halten und solche Fleischproduzenten zu unterstützen, die sich an diese Spielregeln halten.

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