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Online Bet Midrasch

Ask The Rabbi
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1292437467.png Schabbat
Hier werden Fragen und Antworten zu Themen wie Hilchot Schabbat, Schabbat in der Praxis und Schabbat-Mahlzeiten gepostet.
  • Warum darf man am Schabbat nicht Fahrrad fahren?

    Sonntag, 12. Dezember 2010

    Es bestehen mehrere Gründe:

    1) Im Falle, ein Teil des Fahrrads muss repariert werden (z.B. die Kette springt heraus), so ist es verboten, am Schabbat einen kaputten Gegenstand zu reparieren.

    2) Sorge, den Bereich, den man am Schabbat gehen darf ("Techum Schabbat" – nur eine bestimmte Distanz jenseits der Stadtgrenze), zu überschreiten.

    3) An einem Ort, wo man nicht tragen darf, ist natürlich auch das Fortbewegen eines Fahrrads verboten.

    4) Außerdem fällt das Fahrrad unter die Kategorie "Mukzeh" (d.h. das Vebot, einen Gegenstand, den man am Schabbat nicht benutzen darf, zu bewegen).

    5) Die körperliche Anstrengung spielt für das Verbot keine Rolle.

    Hits : 93
  • Was ist "Challah"? Wie backe ich Challah?

    Sonntag, 12. Dezember 2010

    Was ist "Challah"?

    1) Die wörtliche Übersetzung des Wortes "Challah" ist "Leib Brot". Halachisch jedoch ist das Wort "Challah" genau definiert und umgangsprachlich wurde viele tausend Jahre später ein bestimmtes Brot damit bezeichnet.

    2) Heute versteht man unter dem Begriff "Challah" üblicherweise das weiche, süße Schabbatbrot.

    3) Die halachische Definition des Wortes "Challah" bezieht sich auf eine positive Mitzwa, nämlich das Gebot, einen Teil seines Teiges abzutrennen und dem Kohen zu geben. Dieses abgetrennte Teigstückchen wird "Challah" genannt. Von jedem Teig über einer gewissen Menge, welcher aus den fünf Getreidearten: Weizen, Hafer, Dinkel, Roggen und Gerste hergestellt wird, muss Challah abgetrennt werden. In der Zeit des Tempels aßen der Kohen und seine Familie diese Gaben im Zustand ritueller Reinheit. Die Menge der Challah wurde von unseren Weisen für einen privaten Haushalt 1/24 des gesamten Teiges, für einen Bäcker 1/48 des gesamten Teiges festgelegt.

    4) Das Thoragebot des Abtrennens von Teig gilt nur für das Land Israel. Außerdem besteht nach Meinung der meisten halachischen Autoritäten dieses Gebot nur in der Zeit des Tempels. Da heutzutage der Tempel nicht steht, muss demnach keine Challah abgetrennt werden. Um jedoch diese besondere Mitzwa im Bewusstsein zu halten, führten unsere Weisen das Gebot des Abtrennens von Challah sogar in der Diaspora ein. Da wir heute jedoch alle rituell unrein sind und die Challah im Zustand ritueller Reinheit gegessen werden muss, können Kohanim heutzutage die Challa nicht entgegennehmen. Aus diesem Grund wird heute das abgetrennte Teigstückchen verbrannt. Da wir das Stückchen verbrennen müssen, wir jedoch kein Essen verschwenden dürfen, trennen wir heute kein 1/24 oder 1/48, sondern einfach ein kleines Stückchen ab.

    5) Vor dem Abtrennen der Challah über einer bestimmten Menge Teig wird folgender Segen gesprochen:
    Baruch atta Ado-noy Elo-hai-nu Melech ha'olam asher kid-e-sha-nu b'mitz-vo-tav v'tzi-vanu li-haf-rish Challah.

    [Gelobt bist Du, Herr unser G-tt, König der Welt, Der uns mit Seinen Geboten geheiligt und uns aufgetragen hat, Challa abzutrennen.]

    Wie backe ich Challah?

    1. Feinschmeckerchalla

    Im Kochbuch "Spice and Spirit: the Complete Kosher Jewish Cookbook" kannst Du die tollsten und raffiniertesten Challah-Rezepte finden. Alternativ kannst Du hier ein online Rezept finden.

    2. Gewicht der Challah

    Die Mitzwa von Hafraschat Challah (Abtrennen der Challah) unterteilt sich in drei Kategorien: klein, mittel und groß. Für eine kleine Teigmenge, d.h. weniger als 1,2 kg, entfällt diese Mitzwa. Von einer mittleren Teigmenge, 1,2 – 2,25 kg wird Challah ohne Segen abgetrennt. Von einem großen Teig, der über 2,25 kg wiegt, wird die Challah mit dem Segen abgetrennt.

    3. Verbrennen der Challah

    Wickle das kleine Teigstückchen in Alufolie ein und backe oder verbrenne es, bis es schwarz ist. Anschließend kannst Du es wegwerfen.

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  • Welche Art von Arbeit ist am Schabbat und Feiertag verboten?

    Sonntag, 12. Dezember 2010

    A. Die Thora lehrt uns: "Verrichte keine "Melacha" am Schabbat." Melacha bedeutet "Arbeit", aber was genau ist Arbeit? Die Thora definiert die am Schabbat und Feiertag verbotenen Melachot als die 39 Kategorien von kreativer Arbeit.

    B. Die Thora wiederholt das Gebot des Schabbats und das Verbot von Arbeit an diesem Tag viele Male, jedoch ohne Arbeit zu definieren. Direkt als Einleitung für die Errichtung des Wüstenheiligtums erscheint ebenfalls das Gebot, den Schabbat zu halten, woraus unsere Weisen schließen, dass sich "Arbeit" als die für die Errichtung des Wüstenheiligtums notwendigen Arbeiten definiert. Diese Arbeiten unterteilen sich in 39 allgemeine Kategorien von Melachot, d.h. der am Schabbat verbotenen Arbeiten.

    C. Diese 39 Melachot unterteilen sich wiederum in Unterkategorien, den sogenannten "Toldot" ("Nachkommen"). Aufgrund ihrer Nachkommenschaft werden die ursprünglichen Melachot auch "Vaterkategorien" (Aw Melachot) genannt.

    Also ganz konkret:

    1. Die ersten elf der 39 Melachot beziehen sich auf die Zubereitung von Essen, da im "Mischkan" (dem Heiligtum) wöchentlich Brot gebacken wurde. Um Brot zu backen, muss vorher einiges geschehen: Getreide sähen, das Feld pflügen, ernten, Garben binden, dreschen, windsichten, Getreide sieben, mahlen, Mehl sieben, Teig kneten und backen. Alle diese Arbeiten sind am Schabbat verbotene Melachot. Trotz der Tatsache, dass die meisten von uns keine Bauern sind und solche Aktivitäten sowieso niemals verrichten, so leiten sich doch viele Toldot von diesen elf Melachot ab.

    2. Die nächsten 13 Melachot beziehen sich auf die Produktion von Stoff. Im Mischkan spielten bunte, fein dekorierte und kompliziert gewobene Stoffe eine wichtige Rolle: die Uniform der Kohanim (Priester), die erlesenen Stoffvorhänge und die riesigen Tücher aus Stoff und Leder, welche das vielschichtige Dach ausmachten. Die Herstellung dieser Stoffe besteht ebenfalls aus vielen Melachot: Scheren, bleichen, Wolle kombinieren und färben, Fäden spinnen und weben, Schlaufen knoten, nähen, Fäden trennen, Knoten knoten, Knoten auflösen, zwei Stiche nähen (um Stoff anzunähen), reißen (Fäden oder Stoff), um zwei Stiche zu nähen. Diese Melachot scheinen einem heute weit hergeholt zu sein. Nichts desto trotz leiten sich von ihnen viele Toldot ab.

    3. Die Herstellung von Leder für das Dach des Mischkans macht die nächsten sieben Melachot aus: Wild fangen, schlachten, häuten, salzen, aushärten, seine Haut ausschaben und schneiden.

    4. Die übrigen acht Melachot beziehen sich auf sonstige, beim Bau nicht zu umgehende Handarbeiten: zwei Buchstaben schreiben, zwei Buchstaben löschen, bauen, abreißen, eine Flamme auslöschen, eine Flamme anzünden, mit einem Hammer hauen (eine Arbeit vollenden) und Dinge von einem Ort zum anderen zu tragen. Von diesen Melachot leiten sich die für uns greifbarsten Verbote ab: das Verbot, einen Stift zu benutzen (Quelle: "schreiben von zwei Buchstaben"), Autofahren (Quelle: "Flamme anzünden"), ein Buch von Zuhause an einen anderen Ort tragen (Quelle: "Tragen von einem Ort zum anderen"), etc.

    Der gemeinsame Nenner aller obengenannten Aktivitäten (mit der Ausnahme von "Tragen", was eine eigene Kategorie ausmacht), ist, dass sie alle Aktivitäten kreativer Umwandlung sind. Ebenso wie G-tt die ersten sechs Tage der Schöpfung "erschuf" und am siebten Tage vom "erschaffen" ruhte, so dürfen wir am Schabbat nicht schöpferisch tätig sein. Das gebräuchliche hebräische Wort für Arbeit ist "Awoda". "Melacha" hingegen bezieht sich auf die Schöpfungsarbeit und die Arbeit für die Errichtung des Wüstenheiligtums: sozusagen auf kreatives Schaffen.

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  • Wie zündet man die Schabbat Kerzen?

    Montag, 27. Dezember 2010

    1. Vorbereitung

    Schabbat-Kerzen können aus fast jedem brennbaren Material hergestellt werden. Suche Dir jedoch ein Material aus, was schön und ruhig brennt und keinen Geruch besitzt: weise Wachskerzen, Teelichter, oder am allerbesten: Olivenöl. Es bietet sich an, ebenfalls Kerzenleuchter zu besorgen und, da es eine eigene Mitzwa ist, Mitzwot auf eine so schön wie mögliche Weise zu erfüllen, vielleicht sogar elegante Leuchter aus Glas oder Silber.

    2. Kerzenzünden

    Stelle die Kerzen vor Beginn des Schabbats an einen sicheren Ort, der vom Tisch aus nahe und gut sichtbar ist. Bereite für jede Frau mindestens zwei Kerzen vor. Der Tradition nach zündet man für jedes Kind eine weitere Kerze an. Es ist eine schöne Gewohnheit, vor dem Kerzenzünden Geld für wohltätige Zwecke zu geben. Zünde die Kerzen 18 Minuten vor Sonnenuntergang an. Die genaue Zeit des Sonnenuntergangs findet man in seinem lokalen, jüdischen Kalender oder online.

    3. Segen über den Kerzen

    Nach dem Zünden der Kerzen, bedeckt sich die Frau mit ihren Händen das Gesicht und spricht folgenden Segen:

    Baruch ata Ado-noy Elo-hei-nu Melech ha'olam ascher kide-scha-nu be'mitz-wo-taw we'tzi-wanu li-had-lik ner schel Schabbat Kodesh. 

    Gepriesen bist Du, Herr unser G-tt, König der Welt, der uns mit seinen Geboten geheiligt und uns aufgetragen hat, das Licht des heiligen Schabbats zu entzünden.

    Die Zeit nach dem Kerzenzünden ist die perfekte Zeit für persönliche Gebete.

    Mit dem Kerzenzünden, noch vor dem Aussprechen des Segens, beginnt für die Frau der Schabbat. Aus diesem Grund darf das Zündholz, mit dem die Kerzen angezündet wurde, nicht ausgelöscht werden, sondern muss entweder brennend an einen Ort (z.B. in ein Glas) gelegt werden, wo es von selbst ausgeht oder einer Person gegeben werden, die noch nicht den Schabbat empfangen hat (z.B. dem Ehemann). Ebenso darf die Zündholzschachtel von der Frau bis nach Schabbat nicht mehr bewegt werden.

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  • Wie macht man Kiddusch?

    Montag, 27. Dezember 2010

    "Gedenke den Schabbat-Tag und heilige ihn." Dieser Vers aus der Thora (Exodus 20:8) gebietet uns, den Schabbat nach seinem Beginn (mit dem Kiddusch) und nach seinem Ausgang (mit der Hawdala) zu heiligen. Unsere Weisen trugen uns auf, diese Heiligung mit einem Becher koscheren Wein (oder koscheren Traubensaft) vorzunehmen. Außerdem führten die Weisen auch den Kiddusch mit Wein vor der zweiten Schabbat-Mahlzeit ein.

    Hier eine kleine Übersicht über den Verlauf des Kiddusch:

    1. Es ist verboten, vor dem Kiddusch zu essen und zu trinken. Dieses Verbot beginnt mit dem Eingang des Schabbats und am Schabbat-Tag mit dem Schabbat-Morgengebet.
    2. Im Falle, man besitzt keinen koscherer Wein, kann Kiddusch auch über den zwei Challot (oder jeder Art zweier ganzer Leibe Brot oder Matza) gesprochen werden.
    3. Ein Becher mit Wein, von dem bereits genippt wurde, ist "befleckt" und untauglich für Kiddusch. "Befleckter" Wein kann jedoch damit gerettet werden, indem etwas "unbefleckter" Wein hineingegossen wird.
    4. Der Kidduschbecher muss gewaschen und ganz, d.h. ohne Löcher, Brüche etc. sein und sollte bis zum Rande mit Wein oder Traubensaft gefüllt sein.
    5. Der Kidduschbecher wird in der rechten Hand gehalten (außer bei Linkshändler in der Linken). Vor dem Sprechen des Kiddusch sollte man einen Blick auf die Schabbat-Kerzen werfen und vor dem Segen "Hagafen" auf den Wein.
    6. Der erste Teil des Kiddusch, "Wajechulu" wird im Stehen gesprochen. Der Rest wird, je nach Tradition der Gemeinde oder Familie, stehend oder sitzend gesprochen.

    Nach dem Sprechen des Kiddusch muss derjenige, der Kiddusch gesprochen hat, mindestens einen Mundvoll des Weines trinken. Nachher gibt man normalerweise jedem, am Tische Anwesenden ebenfalls einen Schluck Wein.

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  • Aus welchem Grunde bedeckt man am Schabbat den Herd mit einer Aluminiumplatte?

    Montag, 27. Dezember 2010

    Es gibt zwei Gründe für das Bedecken des Herds am Schabbat. Es versteht sich von selbst, dass der Herd nur bedeckt werden muss, wenn eine Herdplatte den Schabbat über an bleibt, um Essen warmzuhalten. In Baumärkten kann man alle Größen von "Blechs" (Aluminiumblatten) finden. Ansonsten kann man jede Art von Metallblech benutzen.

    Alternativ zum Schabbat-Blech gibt es auch Schabbat-Platten. Das sind elektrische Warmhalteplatten, die den ganzen Schabbat über warm bleiben, ohne jedoch mit dem Herd verbunden zu sein.

    1. Die Thora erlaubt es uns, ungekochtes Essen vor Schabbat auf das Feuer zu stellen, selbst wenn es dadurch am Schabbat gekocht wird. Wir dürfen nicht arbeiten am Schabbat – für unseren Herd gilt dieses Verbot nicht. Unsere Weisen befürchteten jedoch, dass jemand vor Schabbat ungekochtes Essen auf den Herd stellt, am Schabbat feststellt, dass die Hitze zu klein ist, um das Essen zur richtigen Zeit fertig zu kochen und aus Versehen dazu kommt, die Flamme zu erhöhen, was am Schabbat absolut verboten ist. Aus diesem Grund verordneten die Weisen, dass Essen vor dem Schabbat nur auf eine bedeckte Flamme gestellt werden darf. Diese Bedeckung erinnert jedermann daran, dass heute Schabbat ist und man wird nicht aus Versehen dazu kommen, die Hitze zu erhöhen. (Diese Regel gilt nur für Essen, dass bei Eingang des Schabbat immer noch ziemlich roh ist. Im Falle, das Essen ist vor Schabbat bereits halb fertig gekocht oder komplett roh, darf man es auch auf eine unbedeckten Flamme stellen. (Man muss natürlich diese Flamme, bzw. diese Herdplatte während des ganzen Schabbats angeschaltet lassen und darf an seiner Hitze nichts verändern.)

    2. Entsprechend dem Verbot des Kochens am Schabbat verbaten unsere Weisen, selbst komplett fertig gekochtes und warmes Essen am Schabbat auf eine Flamme zu stellen (man darf es nur von der Flamme nehmen). Man darf einen Topf nur dann auf die Flamme zurückstellen, wenn die Flamme bedeckt ist (und man von Vorneherein die Absicht hatte, den Topf zurückzustellen). Ansonsten darf nur festes (d.h. nicht flüssiges) Essen am Schabbat auf das Blech gelegt und aufgewärmt werden.

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  • Was bedeutet "Muktze"?

    Montag, 27. Dezember 2010

    Die Gesetze von muktze sind äußerst komplex und erfordern ein gründliches Studieren des Jüdischen Gesetzes. Für Bücher zu diesem Thema siehe www.judaica-world.com.

    Hier nur eine kurze Übersicht:

    Es gibt verschiedene Objekte, sogenannte "muktze" Gegenstände, welche am Schabbat weder berührt noch bewegt werden dürfen. "Muktze" bedeutet "getrennt (von uns)".

    Jeder Gegenstand, welcher einer am Schabbat verbotenen Arbeit dient –z.B. Stifte, Axt oder Taschenrechner- ist muktze.

    Einige Arten von muktze dürfen unter bestimmten Bedingungen –z.B. wenn man den Ort braucht, den sie belegen- bewegt werden.

    Um die Gesetze von muktze jedoch wirklich zu verstehen, muss man sich ernsthaft mit den Schabbat Gesetzen auseinandersetzen.

    Vielleicht hast Du Lust, hier im online Beit Medrasch mit einem Lernpartner alles über Schabbat zu lernen? Melde Dich einfach an.

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  • Unter welchen Umständen darf man den Schabbat brechen?

    Montag, 27. Dezember 2010

    Nur wenn es darum geht, ein Menschenleben zu retten, darf, und muss man sogar, den Schabbat brechen.

    (Alle Gesetze der Thora, mit der Ausnahme des Verbots von Götzendienst, sexuelle Unzucht und Mord, werden für das Retten von Leben aufgeboben)

    "Breche für ihn einen Schabbat, damit er viele Schabbate hüten kann."

    Aus diesem Grund darf man für eine ernsthaft kranke Person alles Notwendige tun, inklusive sie zum Krankenhaus fahren, sämtliche medizinischen Untersuchungen vornehmen und sogar die Heizung anmachen.

    Man muss keinen Nicht-Juden suchen, der für einen diese verbotenen Arbeiten ausführt, sondern man soll die Mitzwa des Rettens eines Menschenlebens mit Freude erfüllen.

    Selbst wenn man sich nicht 100% sicher ist, ob die Lage nun wirklich lebensgefährlich ist oder nicht, darf man nicht abwarten, bis es zu spät ist, sondern muss sofort handeln und alles für den Kranken Notwendige tun.

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  • Was ist die Bedeutung der Schabbat-Kerzen?

    Montag, 27. Dezember 2010

    Licht ist ein Segen. In den Worten des Midraschs (Midrasch Bereschit Rabba 11:2) segnete G-tt den siebten Tag mit dem Schabbat Licht.

    Die erste jüdische Frau, die Schabbat Kerzen gezündet hat, war Sarah, die erste jüdische Frau überhaupt. Ihre Schabbat Kerzen brannten auf wundersame Weise von einem Schabbat bis zum nächsten. Als ihr Sohn Jitzchak dieses selbe Phänomen auch bei seiner neuen Frau Rivka bemerkte, war er sich sicher, in ihr eine würdige Nachfolgerin für seine gerechte Mutter gefunden zu haben.

    Selbst wenn heute ihre Kerzen nicht mehr brennen, so scheint ihr Licht in den Schabbat Kerzen, die die jüdischen Frauen jeder Generation vor dem Beginn des Schabbats entzünden, weiter.

    Unsere Weisen lehren uns, dass die sorgsame Ausführung dieser Mitzwa eine Segula (gutes Zeichen) dafür ist, Kinder zu haben, die Thoragelehrte werden. (Nur zu Beruhigung: man muss nicht Rabbiner werden, um ein Thoragelehrter zu werden.)

    Das Zünden der Schabbat Kerzen ist kein Gebot der Thora, sondern wurde von unseren Weisen aus verschiedenen Gründen eingeführt. Hier nur zwei Gründe:

    1) Den Schabbat erleuchten: G-tt trug uns auf, den Schabbat zu ehren (Kawod) und ihn zu genießen (Oneg). Kerzen schaffen das passende Ambiente. Sie drücken unseren Respekt für diesen heiligen Tag aus und schaffen eine schöne Stimmung für das Schabbat Mahl.

    2) Die Seele erleuchten: Am Schabbat erhält jeder Jude eine zusätzliche Seele, die sogenannte "Neschama jetera". Die Seele wird mit einer Kerze verglichen: "die Kerze G-ttes ist die Seele des Menschen" (Sprüche Salomons 20:27). Dieser besonderen Seele zu Ehren entzünden wir die Schabbat Kerzen.

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  • Was ist eigentlich der Schabbat?

    Montag, 27. Dezember 2010

    Kurzantwort:

    Schabbat bezeichnet den siebten Tag der Woche und bedeutet Ruhe. G-tt trug den Juden auf, am Schabbat von 39 Arten produktiver Arbeit zu ruhen und den Tag dem Gebet, dem Thoralernen, der Familie und festlichen Mahlzeiten zu widmen.

    Ausführliche Antwort: 

    Körper

    Eine der entscheidenden Eigenschaften des Menschen ist seine Fähigkeit, produktiv tätig zu sein. Diese Eigenschaft zeichnet den Menschen von allen anderen Lebewesen aus und lässt ihn gelegentlich vergessen, dass er auch noch andere Dinge im Leben zu tun hat, wie z.B. leben. Ohne Ruhe können wir nicht leben. Wir sind dermaßen damit beschäftigt, zu schaffen und Geld zu verdienen, dass sich manchmal die Frage stellt, wozu wir eigentlich leben.

    Um nur einen kleinen Grund für den Schabbat zu nennen, so ist er ein G-ttliches Heilmittel für dieses Defizit. Der Schabbat schafft eine Balance zwischen Leben und Schaffen.

    Der Schabbat ist eine Oase in der Zeit, ein Auszug aus dem Alltag, ein Augenblick, in dem wir uns über die Natur hinaus begeben und eins mit unserem Schöpfer werden.

    Am Schabbat existieren keine Arbeit und kein Business, es gibt keine Deadlines und keine wichtigen Dienstbesprechungen. Der Schabbat ist Zeit für Selbstwahrnehmung, für das Gebet und für Feierlichkeit. Der Schabbat ist eine ganz eigene Welt, in der man seine Familie, seine Gemeinde, G-tt und sich selbst ganz neu kennenlernen kann.

    Dieses System stammt direkt von G-tt, Der die Welt in sechs Tagen geschaffen und am siebten Tage geruht hat. Aus diesem Grund teilte er sechs Tage dem produktiven Schaffen zu und den siebten Tag dem "sein". "Sechs Tage in der Woche sollst du arbeiten… und der siebte Tag soll ein Ruhetag sein." (Exodus 20:8-9)

    Der Schabbattag ist sozusagen nicht nur von G-tt vorgeschrieben, er ist an sich von G-ttlicher Natur.

    Seele

    Der Schabbat ist jedoch nicht nur eine Pause von unserer Produktivität. Er ist das Tor zu unserer wirklichen Existenz und verleiht allen unseren Taten etwas Heiliges.

    Schabbat ist sozusagen die Seele der Woche. Ebenso wie man seiner Seele nur gelegentlich Beachtung schenkt und sie dennoch den entscheidenden Teil unserer Existenz bildet, so verleiht der eine Tag Schabbat der ganzen Woche einen höheren Sinn und eine Perspektive.

    Indem wir dem G-ttlichen Zeitplan folgen und unserer Geschäftigkeit am siebten Tage Einhalt gebieten, erinnern wir uns daran, dass diese Welt kein Zufallsprodukt ist. Es gibt einen Schöpfer, Der die Welt mit einem Plan geschaffen hat, in dem wir eine entscheidende Rolle spielen.

    Der Schabbat erinnert uns daran, dass der Schöpfer größer ist als seine Schöpfung. Über die äußerliche Welt hinaus besteht das Konzept von G-ttlicher Ruhe und einer G-ttlichen Seele. In der Thora steht (Exodus 31:17): "Am siebten Tage hielt er inne und ruhte." Das hebräische Wort für "ruhte" ist "wajinafasch", was von derselben Wurzel kommt wie "Nefesch" – "Seele". Das heißt am siebten Tage verlieh Er der Welt Seine Seele. Er gab uns einen Tag, an dem wir Ihn, im Gegensatz zu Seiner Schöpfung, entdecken können.

    Wir werden uns außerdem darüber bewusst, dass es in uns einen Teil gibt, der über unsere irdische Existenz hinausgeht. Wir besitzen eine Seele, welche ebenso viel, wenn nicht noch mehr Aufmerksamkeit und Sorge verdient wie unsere irdischen Angelegenheiten.

    Der Schabbat ist die Seele der Woche und die spirituelle Komponente dieses Tages beeinflusst uns und alles, was wir tun, ganz entscheidend. "Alle Tage der Woche erhalten ihren Segen vom Schabbattag." (Zohar, Vol.2, 88a)

    Im Judentum besitzen die Wochentage keine Namen. Sie werden in Bezug auf den Schabbat "Erster Tag", "Zweiter Tag" usw. genannt. Die neue Woche nach dem Schabbat ist nicht einfach noch eine Woche, sie ist eine neue Woche mit einer neuen Spiritualität und einer neuen Aufgabe im G-ttlichen Plan.

    Der Schabbat übersteigt nicht nur die irdische Welt, der Schabbat ist an sich G-ttlich.

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  • Welche Art von Arbeit ist am Schabbat und Feiertag verboten?

    Montag, 27. Dezember 2010

    A. Die Thora lehrt uns: "Verrichte keine "Melacha" am Schabbat." Melacha bedeutet "Arbeit", aber was genau ist Arbeit? Die Thora definiert die am Schabbat und Feiertag verbotenen Melachot als die 39 Kategorien von kreativer Arbeit.

    B. Die Thora wiederholt das Gebot des Schabbats und das Verbot von Arbeit an diesem Tag viele Male, jedoch ohne Arbeit zu definieren. Direkt als Einleitung für die Errichtung des Wüstenheiligtums erscheint ebenfalls das Gebot, den Schabbat zu halten, woraus unsere Weisen schließen, dass sich "Arbeit"  als die für die Errichtung des Wüstenheiligtums notwendigen Arbeiten definiert. Diese Arbeiten unterteilen sich in 39 allgemeine Kategorien von Melachot, d.h. der am Schabbat verbotenen Arbeiten.

    C. Diese 39 Melachot unterteilen sich wiederum in Unterkategorien, den sogenannten "Toldot" ("Nachkommen"). Aufgrund ihrer Nachkommenschaft werden die ursprünglichen Melachot auch "Vaterkategorien" (Aw Melachot) genannt.

    Also ganz konkret:

    1. Die ersten elf der 39 Melachot beziehen sich auf die Zubereitung von Essen, da im "Mischkan" (dem Heiligtum) wöchentlich Brot gebacken wurde. Um Brot zu backen, muss vorher einiges geschehen: Getreide sähen, das Feld pflügen, ernten, Garben binden, dreschen, windsichten, Getreide sieben, mahlen, Mehl sieben, Teig kneten und backen. Alle diese Arbeiten sind am Schabbat verbotene Melachot. Trotz der Tatsache, dass die meisten von uns keine Bauern sind und solche Aktivitäten sowieso niemals verrichten, so leiten sich doch viele Toldot von diesen elf Melachot ab.

    2. Die nächsten 13 Melachot beziehen sich auf die Produktion von Stoff. Im Mischkan spielten bunte, fein dekorierte und kompliziert gewobene Stoffe eine wichtige Rolle: die Uniform der Kohanim (Priester), die erlesenen Stoffvorhänge und die riesigen Tücher aus Stoff und Leder, welche das vielschichtige Dach ausmachten. Die Herstellung dieser Stoffe besteht ebenfalls aus vielen Melachot: Scheren, bleichen, Wolle kombinieren und färben, Fäden spinnen und weben, Schlaufen knoten, nähen, Fäden trennen, Knoten knoten, Knoten auflösen, zwei Stiche nähen (um Stoff anzunähen), reißen (Fäden oder Stoff), um zwei Stiche zu nähen. Diese Melachot scheinen einem heute weit hergeholt zu sein. Nichts desto trotz leiten sich von ihnen viele Toldot ab.

    3. Die Herstellung von Leder für das Dach des Mischkans macht die nächsten sieben Melachot aus: Wild fangen, schlachten, häuten, salzen, aushärten, seine Haut ausschaben und schneiden.

    4. Die übrigen acht Melachot beziehen sich auf sonstige, beim Bau nicht zu umgehende Handarbeiten: zwei Buchstaben schreiben, zwei Buchstaben löschen, bauen, abreißen, eine Flamme auslöschen, eine Flamme anzünden, mit einem Hammer hauen (eine Arbeit vollenden) und Dinge von einem Ort zum anderen zu tragen. Von diesen Melachot leiten sich die für uns greifbarsten Verbote ab: das Verbot, einen Stift zu benutzen (Quelle: "schreiben von zwei Buchstaben"), Autofahren (Quelle: "Flamme anzünden"), ein Buch von Zuhause an einen anderen Ort tragen (Quelle: "Tragen von einem Ort zum anderen"), etc.

    Der gemeinsame Nenner aller obengenannten Aktivitäten (mit der Ausnahme von "Tragen", was eine eigene Kategorie ausmacht), ist, dass sie alle Aktivitäten kreativer Umwandlung sind. Ebenso wie G-tt die ersten sechs Tage der Schöpfung "erschuf" und am siebten Tage vom "erschaffen" ruhte, so dürfen wir am Schabbat nicht schöpferisch tätig sein. Das gebräuchliche hebräische Wort für Arbeit ist "Awoda". "Melacha" hingegen bezieht sich auf die Schöpfungsarbeit und die Arbeit für die Errichtung des Wüstenheiligtums: sozusagen auf kreatives Schaffen.

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  • Was bedeutet "Melaweh Malka"?

    Montag, 27. Dezember 2010

    Der Name:

    'Melaweh Malka' bedeutet 'Begleiten der Königin'. Mit Königin ist der Schabbat gemeint. Die Melaweh Malka ist ein Mitzwa-Mahl nach Ausgang des Schabbats, um der Königin Schabbat eine würdige Begleitung zu erweisen. Dieses Mahl ist auch unter seinem aramäischen Namen "Se'udata de'Dowid Malka Meschicha" ("das Fest von David, dem König Moschiach") bekannt, welches sich auf König David, den Begründer dieser Mahlzeit, bezieht.

    Das Mahl:

    Selbst wenn man das Gefühl hat, am Schabbat genügend Köstlichkeiten verzehrt zu haben, so sollte die Melaweh Malka optimaler Weise aus einem richtigen Mahl mit Brot und einer frisch gekochten Speise bestehen. Falls das, aus welchem Grund auch immer, nicht möglich ist, so genügen auch ein Stück Mesonot (Teigware), Früchte oder sogar eine Tasse Kaffee. Die Hauptsache ist die Absicht, damit die Mitzwa von Melaweh Malka zu erfüllen und die Schabbat Königin auf würdige Weise hinauszubegleiten.

    Trotz der Tatsache, dass diese Mitzwa oft nicht ernst genommen wird, so ist sie dennoch von größter Wichtigkeit. Die Belohnung dafür ist Gesundheit, Wohlstand und spiritueller Reichtum. Außerdem bildet sie eine Art Brücke zwischen der Heiligkeit des Schabbats und dem Alltag der Woche.

    Die Tradition lehrt uns, dass der sogenannte "Luz" -ein unverweslicher Knochen am Boden des Schädels, an dem der Tfillin Knoten angelegt wird, von dem G-tt den Menschen erschaffen hat und mit dem G-tt bei der Auferstehung der Toten den Menschen wiederbeleben wird-  sich von diesem Mahl ernährt.

    Außerdem verhilft der Verdienst dieser Mitzwah Frauen zu einer leichten Geburt.

    Und, um das Ganze noch attraktiver zu machen, verlässt uns unsere besondere Schabbat Seele erst nach der Melaweh Malka und kann somit noch ein bisschen länger genossen werden.

    Fazit: Diese Mitzwa sollte unbedingt ernst genommen werden.

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  • Welche Gewürze werden in das Hawdala-Gewürzgefäß getan? Gibt es eine bestimmte Anzahl an Gewürzen dafür?

    Mittwoch, 15. Juni 2011

    Das Hawdala-Gewürz kann aus irgendeinem Gewürz bestehen. Nelken, Zimt oder Myrte sind nur wenige Beispiele. Auch gibt es keine bestimmte Menge, die man verwenden muss. Doch hat die Myrte den Vorteil, dass man sie schon am Laubhütten-Fest für den „Lulaw" benutzt hat. Wir haben eine Regel, dass man versuchen soll, ein Objekt, das man für eine Mitzwa benutzt hat, für weitere Mitzwot zu gebrauchen. Somit ist die Myrte des „Lulaw" besonders als Hawdala-Gewürz geeignet. Der Segenspruch aber bleibt bei den verschiedenen Gewürzen gleich. Man sagt den Segen, den man über Nelken macht, damit man nicht versehentlich einen Fehler macht (denn über Kräuter sagt man einen anderen Segensspruch als über Nelken oder gemahlene Gewürze).

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