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Online Bet Midrasch

Ask The Rabbi
Ask The Rabbi
1292441284.png Jüdische Identität
Hier werden Fragen und Antworten zu Themen wie Frömmigkeit, Ethik, Giur usw. gepostet.
  • Wie soll man auf Vorwürfe von Nicht-Juden reagieren, dass der Talmud rassistisch wäre?

    Sonntag, 12. Dezember 2010

    Zu allererst kann man natürlich aus jedem beliebigen Buch Stellen aus dem Zusammenhang herausnehmen, sie im falschen Kontext wiedergeben und somit missverstehen.

    Zum anderen dient der Beurteilung einer Religion oder Philosophie die Betrachtung seiner Anhänger. Wie leben die Menschen, die dieser Philosophie treu sind? Was lehren sie ihre Schüler?

    Wenn wir demnach diejenigen Menschen unter die Lupe nehmen, die mit dem Talmud leben, ihn studieren und sich an ihm orientieren, werden wir feststellen, dass es sich hier um sehr friedliche Leute handelt. Sie machen keine Pogrome, sprayen keine Hass-Graffiti, veranstalten keine "heiligen" Kriege (im Gegensatz zu den alten Christen oder den Muslimen…).

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  • Ich komme aus einem nicht religiösen, jüdischen Haus, meine Schwester heiratete einen Nicht-Juden und meine Mutter versucht,

    Sonntag, 12. Dezember 2010

    Zu allererst solltest Du versuchen, nett, höflich, aber bestimmt zu sagen, dass Du mit großer Freude zur Chanukafeier kommen willst, jedoch zur Weihnachtsfete nicht erscheinen wirst. Falls das nicht hilft, dann schicke Deinen Eltern und Schwester nette Karten und Geschenke, die Deine Liebe bezeugen, jedoch nichts mit Weihnachten zu tun haben. Im schlechten Falle, die Familie zeigt keinerlei Verständnis und ist beleidigt, muss man versuchen, den Grund dafür herauszufinden. Ist Deine Religion anders oder gibst Du Deiner Familie zu verstehen, dass Du nichts mit ihnen zu tun haben willst? Im letzteren Falle solltest Du alles versuchen, Ihnen zu versichern, wie wichtig sie für Dich sind und wie sehr Dir die Familie am Herzen liegt. Falls das Problem darin liegt, dass Du "zu jüdisch" bist, dann sieht die Sache wieder anders aus. In diesem Falle musst Du natürlich lieb, nett und höflich bleiben, jedoch deutlich zeigen, wo die Grenzen liegen. Nur weil sie sich gegen das Judentum entschieden haben, heißt das nicht, dass Du ihre Entscheidung teilen musst. Jeder Mensch macht seine eigenen Entscheidungen im Leben. Wenn Du ihnen das respektvoll und liebevoll erklärst, hast Du alles getan, was Du kannst.

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  • Was bedeutet Jichud?, Gilt das Verbot von Jichud auch für einen Arztbesuch?, Darf eine Frau alleine mit einem Mann im Auto fahren?

    Sonntag, 12. Dezember 2010

    Was bedeutet "Jichud"?

    Jichud bezeichnet den Zustand, in dem ein Mann und eine Frau, die nicht miteinander verheiratet sind, sich alleine an einem Orte befinden und niemand sie stören wird. So ein Zustand ist vom jüdischen Gesetz verboten.

    Jichud ist u.a. erlaubt mit kleinen Kindern, gewissen Familienmitgliedern (Frau mit ihrem Großvater, Vater, Sohn, Enkel oder Bruder), wenn die Möglichkeit besteht, dass jederzeit jemand Drittes hereinkommen kann (die Eingangstüre offen steht oder der Ehemann jederzeit ankommen kann), oder wenn sich gewisse andere Menschen am selben Orte befinden.

    Gilt das Verbot von Jichud auch für einen Arztbesuch?

    Jichud mit einem Arzt in einer Arztpraxis ist unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt: die Türe zum Behandlungszimmer darf nicht verschlossen werden, es müssen sich noch weitere Menschen im Wartezimmer befinden oder man muss sich sicher sein, dass mindestens zwei andere Personen, wie z.B. andere Ärzte oder Krankenschwestern jederzeit unangemeldet den Raum betreten können.

    Im Falle, die Praxis befindet sich im Haus des Arztes und die Frau des Arztes ist zu Hause, so besteht kein Verbot von Jichud zwischen der Patientin und dem Arzt.

    Wenn ein Arzt einer Patientin einen Hausbesuch abstattet, der Ehemann der Patientin sich nicht in derselben Stadt aufhält und auch sonst kein unangemeldeter Besuch erwartet werden kann, so muss die Eingangstüre offen gelassen werden.

    Darf eine Frau alleine mit einem Mann im Auto fahren?

    In einer belebten Gegend, in der ständig Leute vorbeikommen, besteht kein Verbot von Jichud für einen Mann und eine Frau, die alleine zusammen in einem Auto fahren.

    Für eine Überlandfahrt auf einer Schnellstraße oder durch eine verlassene Gegend müssen zwei weitere Kriterien erfüllt werden: es muss mindestens ein weiterer Mann zusätzlich zu dem Mann und der Frau anwesend sein. Plus, die Straße darf nicht gänzlich verlassen sein, d.h. es muss mindestens ein Auto in fünf Minuten vorbeikommen.

    Solange noch Verkehr auf den Straßen herrscht, darf eine Frau nachts alleine in einem Taxi fahren.

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  • Wenn es so viele Mitzwot gibt, die nur für Männer sind, gibt es dann auch Mitzwot speziell für Frauen?

    Montag, 27. Dezember 2010

    Alle Juden, sowohl Männer als auch Frauen, sind dazu verpflichtet, G-ttes Mitzwot zu erfüllen. Männer sind zu allen 613 Mitzwot verpflichtet, wohingegen Frauen aufgrund ihrer häuslichen und familiären Verpflichtungen von zeitgebundenen Mitzwot befreit sind.

    Es gibt jedoch drei Mitzwot, die sozusagen spezielle Frauen-Mitzwot sind:

    1. Challah – das Abtrennen eines Stückchen Teigs als Erinnerung an die Gabe für die Kohanim.
    2. Niddah – Gesetze bezüglich der Familienreinheit.
    3. Hadlakat Nerot – das Anzünden der Kerzen für Schabbat und Feiertage.

    Die Reihenfolge dieser drei Mitzwot ist nicht zufällig: Brot (was allgemein für Nahrung steht) ist die Grundlage für ein gesundes Leben. Ohne Brot können wir nicht leben. Als Juden jedoch begeben wir uns eine Stufe höher: bevor wir unsere eigenen Bedürfnisse befriedigen, trennen wir einen Teil für G-tt ab. Das Gebot der Challah symbolisiert außerdem die Verantwortung der Frau in Bezug auf die Speisegesetze.

    Die zweite dieser drei Mitzwot, Niddah und Familienreinheit ist das A und O der besonderen Heiligkeit der jüdischen Familie und die Dritte, Hadlakat Nerot, führt zu Schalom Bait (Hausfrieden).

    Zwei Mitzwot, Challa und Hadlakat Nerot, sind zwar das Privileg der Frau, können jedoch auch vom Mann erfüllt werden. Die Familienreinheit hängt jedoch gänzlich von der Frau ab.

    Eine jüdische Ehe ist ein "Binjan Adei As" (ein ewiges Gebäude). Um dieses Gebäude jedoch ewig und stark zu bauen, muss es auf den Grundlagen der Thora basieren.

    Die Analogie des "ewigen Gebäudes" steht für alle drei Mitzwot: um die Grundlage des Hauses fest und für die Ewigkeit zu bauen, muss es aus solidem Material gebaut werden. Aus diesem Grund muss eine jüdische Ehe in erster Linie auf der felsenfesten Grundlage der Thora beruhen. Nur dann folgen die Segen von Glück und Freude für den Rest des gemeinsamen Lebens.

    Basierend auf den Lehren von dem Lubawitscher Rebbe, Rabbi Menachem M. Schneerson.

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  • Kann ein geschiedenes Paar nochmals einander heiraten?

    Montag, 27. Dezember 2010

    Es ist nicht nur erlaubt, sondern sogar eine Mitzwa, seinen geschiedenen Ehepartner wieder zu heiraten.

    Es gibt jedoch zwei Ausnahmen zu diesem Thema:

    1) Ein Kohen darf keine geschiedene Frau heiraten, nicht einmal seine eigene Exfrau.

    2) Im Falle, die Frau heiratete nach der Scheidung von Ehemann A einen anderen Mann und lässt sich von diesem Ehemann B scheiden, oder sie wird verwitwet von Mann B, so darf sie ihren ersten Mann A nicht wieder heiraten.

    Dieses Gesetz demonstriert, wie feinfühlig sich das Judentum gegenüber den menschlichen Bedingungen verhält. Zwei potentielle, gesellschaftliche Probleme sollen vermieden werden: freie und wahllose Heirat und Unverantwortlichkeit.

    Stell Dir ein Paar vor, was anfängt, sich zu langweilen. Anstelle nach dem Grund zu suchen, was wohl das Problem dafür sein könnte, beschließen sie, zwischenzeitlich andere Leute zu heiraten und falls ihnen das auch nicht passt, wieder zu einander zurück zu kommen. Das wäre nicht nur unverbindlich und unverantwortlich, sondern auch unfair gegenüber dem zweiten Partner. In anderen Worten: die Thora will, dass wir uns darüber im Klaren sind, dass die Ehe eine Bindung für das Leben ist. Falls das Paar, G-tt verhüte, nicht miteinander zurechtkommen sollte, besteht die Möglichkeit einer Scheidung. Es gibt jedoch kein Hintertürchen für die Ehe, durch die man gehen und kommen kann, wie es einem gerade so passt.

    Oder stell Dir folgendes, scheinbar groteskes Szenario vor: Ein geldgieriges Paar trifft einen reichen alleinstehenden Mann. Das Paar hat eine tolle Idee. Sie lassen sich scheiden, die Frau heiratet den reichen Mann, lässt sich von ihm scheiden und kehrt mit der Hälfte seines Vermögens zu ihrem alten Ehemann zurück.

    Die Thora will sämtliche derartigen unverantwortlichen und unethischen Ideen von vorneherein ausschließen.

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  • Ich kann es nicht glauben, dass Frauen heutzutage zweitklassig behandelt werden! Warum sollte eine Frau keinen Tallit tragen? Warum dürfen Frauen nicht aus der Thorarolle lesen? Warum werden in einer modernen, aufgeklärten Welt Frauen im Judentum weiterhin

    Sonntag, 12. Dezember 2010

    Da verschiedene Menschen verschiedene Aufgaben zu erfüllen haben, erschuf G-tt viele verschiedene Arten von Menschen. Er erschuf Juden und Nicht-Juden. Kohanim (Priester), Leviten und Israeliten. Männer und Frauen. G-tt versah jede Gruppe von Menschen mit einem bestimmten spirituellen Talent und einem Lebensstil, mit dem sie ihr spirituelles Lebensziel erreichen können. Dieser Lebensstil beinhaltet auch bestimmte Gebote. Ein Kohen z.B., der wie ein Israelit lebt, übertritt nicht nur eine Reihe von Verboten, sondern verleugnet auch seine Talente und die für ihn von G-tt vorgesehene Aufgaben im Leben. Abgesehen davon, dass wir uns unsere Identität nicht selbst auswählen, geht es hier nicht um besser oder schlechter. Es geht darum, sein persönliches Potential zu erreichen und seine, von G-tt anvertraute Aufgabe im Leben zu erfüllen. Mit den Geboten, die für einen als Teil einer bestimmten Gruppe aktuell sind, kann der Mensch sein spirituelles Potential erlangen. Wenn wir alles vermischen und die Gebote durcheinander bringen, verlieren wir unser wirkliches Lebensziel aus den Augen. Ebenso geht es bei dem Unterschied zwischen Frauen und Männern nicht darum, dass einer dem anderen überlegen wäre. Jedes Geschlecht besitzt seine von G-tt gegebene, spirituelle Aufgabe und Gebote, die diese Aufgabe unterstützen. Ein Mann kann nicht sein spirituelles Ziel erreichen, wenn er sich dafür entscheidet, alle Gebote für Frauen zu erfüllen. Ebenso verläuft sich eine Frau, welche die Gebote für die Männer erfüllen möchte. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass die meisten Gebote und Verbote für beide Geschlechter gleichermaßen gültig sind.

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  • Was bedeutet es jüdisch zu sein?

    Montag, 27. Dezember 2010

    Als Rabbiner werde ich oft gefragt, was so wichtig daran ist, jüdisch zu sein. Es gibt die verschiedensten Antworten, jedoch nur eine, mit der ich ganzen Herzens übereinstimme. Es gibt Leute, die sagen, dass das Judentum eine ethische Religion ist. Andere behaupten, das Judentum fördere das Denken und den offenen Dialog. Wieder andere argumentieren mit dem Alter und der Tradition. So schön diese Antworten auch sind, so treffen sie jedoch nicht das, worum es tatsächlich geht.

    Das Judentum ist ethisch, keine Frage. Aber viele Religionen sind ethisch. Das Judentum fördert auch tatsächlich das Denken und den Dialog, jedoch viele akademische, soziale und kulturelle Bewegungen tun das ebenfalls. Das Judentum ist die älteste westliche Religion, aber es gibt viele noch ältere Religionen. Außerdem stellt sich hier die Frage, seit wann Alter ein Kriterium für Religion ist.

    Da das Judentum also nicht die einzige ethische, traditionelle und philosophische Tradition besitzt, was ist so toll daran, jüdisch zu sein? Was unterscheidet das Judentum von allen anderen Religionen?

    Die Antwort besteht genau aus zwei Wörtern: Berg Sinai. Am Berg Sinai erschien G-tt jedem einzelnen Juden und übergab dem Volk Israel die Thora. In dem Moment, in dem Du Dir bewusst wirst, jüdisch zu sein, unterscheidest Du Dich von jedem Nicht-Juden auf der Welt. Wie können wir einfach so behaupten, anders als alle Anderen zu sein? Aufgrund des Bundes, den G-tt mit uns am Berg Sinai geschlossen hat. G-tt erwählte das jüdische Volk als Sein Volk aus und damit sind wir auserwählt und unterscheiden uns von dem Rest der Welt.

    Der erste Jude

    Nach langem Suchen und genauer Analyse der verschiedensten Glaubenssysteme, entdeckte Abraham sozusagen den Glauben an den Einen G-tt. Als junger Mann war er weit und breit als eine edle und feine Persönlichkeit bekannt. Mit zunehmendem Alter wurde er für seine Moralität, Großzügigkeit und Gastfreundschaft von jedermann geliebt und für seinen festen Glauben geschätzt.

    Sein neuer Glaube war revolutionär und er machte es sich zur Lebensaufgabe, tausende von Leuten zu seinem Glauben zu konvertieren. Er wurde verfolgt und zum Tode verurteilt, jedoch niemand konnte ihm ein Leid antun.

    Alle diese Geschichten wurden von den talmudischen Weisen festgehalten. Die Thora selbst beginnt Abrahams Geschichte lange danach, wenn Abraham bereits 75 Jahre alt ist und G-tt ihm befiehlt, seine Heimat zu verlassen und G-tt in eine neue Heimat zu folgen.

    Natürlich gibt es die Lehre im Judentum. Sie ist sogar ein ganz entscheidender Teil. Aber sie alleine macht nicht das Judentum aus. Auch Überzeugung spielt selbstverständlich eine äußerst wichtige Rolle. Jedoch definiert sich das Judentum nicht durch Überzeugung. Das gleiche gilt für Güte, Moralität und sogar Verfolgung. All das existiert und spielt eine Rolle, definiert jedoch nicht das Judentum.

    Abraham zeichnete sich nicht durch seine Tugenden unter seinen Landsleuten aus. Er war zweifellos ein tugendhafter Mensch, jedoch ein Teil der Gesellschaft. Erst als G-tt ihm erschien und ihm das erste Gebot übergab, wurde er zum Vater aller Juden, den "Iwrim" ("Denen, von der anderen Seite").

    Mit diesem ersten Gebot begann Abraham seine Reise, die 400 Jahre später am Berg Sinai ihren Höhepunkt erreichte und die Familie Abrahams zum jüdischen Volk verwandelte. Abraham, als Vater unseres Volkes, besaß zweifellos alle oben aufgeführten Eigenschaften und Tugenden, da sie alle zum Judentum dazugehören. Sie alleine jedoch definieren nicht das jüdische Volk. Wie definiert sich also das Judentum? Als das von G-tt auserwählte Volk. G-tt erwählte Sich Abraham in Ur Kasdim und seine Kinder am Berg Sinai.

    Unsere Auserwählung ist der Kern des Judentums und ohne das Verständnis dieses Konzepts besteht eigentlich kein Grund dazu, jüdisch zu sein. Sämtliche ehrwürdigen Eigenschaften des Judentums können evtl. auch wo anders aufgefunden werden. Was das Judentum einzigartig macht und von dem Rest der Welt abhebt, ist sein G-ttlicher Auftrag. Das Abwerfen oder die Ablehnung des "Jochs des himmlischen Reichs" kommt der Ablehnung des Judentums gleich. Dieses Joch freudig zu tragen macht uns zum auserwählten Volk.

    Rassismus

    Vielen Juden ist der Begriff des "auserwählten Volkes" durchaus unangenehm. Sie verbinden ihn mit Rassismus und Fanatismus. Warum sollen wir uns vom Rest der Menschheit unterscheiden?

    Es vergeht kein Tag ohne Entscheidungen: man wählt sich die Cafesorte und das Brot aus, welche am meisten seinen Geschmack treffen. Jede auch noch so triviale Entscheidung ist eine Art Diskriminierung. Ich diskriminiere, d.h. unterscheide zwischen Dingen, die meinen Geschmack treffen und solchen, die meinen Geschmack nicht treffen.

    Ich schätze diejenigen Dinge, die meinem Geschmack nicht entgegen kommen, in keinster Weise gering. Ich entscheide mich nicht für sie, da sie meinen Anforderungen und Bedürfnissen nicht gerecht werden. Falls sie sich eines Tages verändern und sich meinem Geschmack anpassen, dann werde ich sie auch wählen. Solche Entscheidungen sind diskriminierend, haben jedoch nichts mit Fanatismus zu tun.

    Rassismus bedeutet, eine Rasse als einer anderen Rasse überlegen zu betrachten. Das Judentum lehnt Rassismus entschieden ab. Juden an sich sind nicht besser als Nicht-Juden; ihre Religion ist besser. Und wenn sich Juden an die Gesetze ihrer Religion halten, verbessern sie sich und werden bessere Menschen. Aber diese Religion steht allen offen: ein Nicht-Jude, der mit ganzem Herzen die Thora auf sich nehmen möchte, kann jüdisch werden und erhält denselben Status wie ein Jude, der als Jude geboren wurde.

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  • Warum wird ein Kind ausgerechnet am achten Tage beschnitten?

    Montag, 27. Dezember 2010

    Wir finden dieses Gebot ganz ausdrücklich in der Thora: "Und am achten Tage soll seine Vorhaut beschnitten werden." (Leviticus 12:3)

    Außerdem gibt es jedoch noch viele weitere Gründe für die Wahl ausgerechnet des achten Tages.

    1. Der Mechilta d'Raschbi zufolge wartet man mit der Beschneidung bis zum achten Tage, damit das Baby die Heiligkeit des Schabbat erfahren kann, bevor es seinen Bund mit G-tt schließt.
    2. Der Sohar erklärt, dass die Beschneidung einem Opfer für G-tt ähnlich ist. Ebenso wie ein Tier nicht vor dem achten Tag geopfert werden kann, so muss die Beschneidung bis zum achten Tage warten.
    3. Rambam, eine große halachische Autorität und seiner Zeit Leibarzt des ägyptischen Sultans war der Meinung, dass ein Baby erst am achten Tage körperlich dazu in der Lage ist, die Beschneidung zu überstehen.
    4. Der Talmud gibt den Grund für den achten Tag damit an, da er der erste Tag ist, an dem die Mutter des Kindes nach dem Thoragesetz wieder tahor ist (Leviticus 12 – die praktische Halacha unterscheidet sich jedoch von dieser Zeitangabe).
    5. Die chassidischen Meister erklären, dass "sieben" die natürliche Ordnung repräsentiert: sieben Tage der Woche, sieben Jahre in einem "Schabbatzyklus", sieben Sfirot, etc. Die Nummer "acht" steht für das Übernatürliche. Da der Bund zwischen dem Volk Israel und G-tt weit jenseits von Natur und Vernunft steht, wartet man mit der Beschneidung bis zum achten Tage.
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  • Was ist so wichtig an einem jüdischen Namen?

    Montag, 03. Januar 2011

    Unsere Weisen lehren uns, dass der Name einer Person dessen Charakter und Wesen widerspiegelt. Der Name verbindet uns mit unserer spirituellen Seele und dient als Leitung für ihre spirituelle Nahrung. Aus diesem Grund ist die Namensgebung eine durchaus ernste Sache und sollte mit Bedacht geschehen. Der Kabbalist Rabbi Jitzchak Luria (der "Arisal") schreibt: "Wenn Vater und Mutter nach der Geburt den Namen für ihr neues Baby aussuchen… legt ihnen G-tt den für diese Seele passenden Namen in den Mund."

    Der Midrasch erzählt uns, dass einer der Gründe für die Befreiung aus dem ägyptischen Exil der war, dass die Juden dort ihre jüdische Identität, insbesondere ihre jüdischen Namen, beibehalten haben. Außerdem lehren unsere Weisen, dass wir mit dem Verdienst, unsere jüdischen Namen zu bewahren, die letztendliche Erlösung beschleunigen.

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  • Worauf bezieht sich der Pidion Haben?

    Montag, 03. Januar 2011

    "Denn alle Erstgeburt unter den Israeliten gehört mir, von Menschen und Vieh. An dem Tage, da ich alle Erstgeburt in Ägyptenland schlug, heiligte ich sie mir und nahm die Leviten statt aller Erstgeburt unter den Israeliten." (Numeri 8: 17-18)

    "… Doch sollst du die Erstgeburt eines Menschen auslösen lassen… Du sollst es aber auslösen, wenn's einen Monat alt ist, und du sollst es auslösen lassen nach der Ordnung, die dir gegeben ist, um fünf Silberstücke nach dem Gewicht des Heiligtums, das Silberstück zu zwanzig Gramm. (Numeri 18: 15-16)

    G-tt bestimmte ursprünglich die Erstgeborenen dazu, den priesterlichen Pflichten im Heiligtum nachzugehen. Kurz nachdem das Volk Israel am Berg Sinai die Thora empfangen hat, diente es jedoch dem Goldenen Kalb. Durch diese Sünde verloren die Erstgeborenen ihr heiliges Privileg und disqualifizierten sich für ihr heiliges Amt.

    Nur zwei Teile des jüdischen Volkes nahmen an der Geschichte mit dem Goldenen Kalb nicht teil: der Stamm Levi und die Frauen. Als der Mischkan (das Heiligtum) eingeweiht wurde, befahl G-tt, die Leviten an Stelle der Erstgeborenen zu setzen. Zu jener Zeit gab es 22.273 Erstgeborene und nur 22.000 Leviten.

    Diejenigen Erstgeborenen, die nicht mit einem Levi "ausgetauscht" werden konnten, mussten sich selbst mit 5 silbernen Münzen von einem Kohen loskaufen. Heutzutage werden alle männlichen, erstgeborenen Juden auf diese Weise ausgelöst.

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  • Mein Mann ist Jude, ich nicht. Wir haben standesamtlich geheiratet. Ist es möglich, von einem Rabbiner getraut zu werden?

    Mittwoch, 26. Januar 2011

    Bei einer jüdischen Trauung findet eine Zeremonie mit Segenssprüchen und Wein statt und sie enthält das Vorlesen des Ehevertrages. In diesem Vertrag werden die Verpflichtungen beider Parteien, die Ihresgleichen sein müssen, vorgelesen und er wird von zwei Zeugen unterschrieben. Wenn ein Partner nicht denselben Glauben hat, sind die Partner ungleich und die Verpflichtungen nicht bindend. Nur diejenigen, die selbst den Geboten und Verboten obliegen, können  in der jüdischen Religion getraut werden.

    Eine Trauung ist eine sehr ernste Angelegenheit und man kann sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Gesetze, die Heirat und Scheidung betreffen, sowie alle anderen Ge- und Verbote haben eine große und tiefe Bedeutung, von denen sich viele erklären lassen und andere nicht, aber dennoch müssen wir alle Gebote halten.

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